Samstag, 27. August 2011

Blutadler – Craig Russell




audible, ungekürzt, gelesen von David Nathan

Über das Buch bin ich des Öfteren gestolpert, habe es aber irgendwie nie geschafft, es zu kaufen. Nun aber habe ich es gehört.

Zuerst zu David Nathan. Natürlich ist er ein guter Vorleser, aber ich empfinde seine Stimme als einschläfernd. Er liest zu ruhig, die Stimmlage ist wohl für mich zu angenehm, ich weiß es nicht. Spannung baut sich für mich nur dann auf, wenn die Handlung extrem spannend ist, und das kommt dann selten auch nur ansatzweise rüber. Für einen Krimi ist das nicht gut.

Nun zu dem Inhalt des Buches. Meine Güte, Craig Russell packt in die Morde bzw. die Verdächtigen Bezüge zu Wikingern, Nazis, Sowjets in Afghanistan, Drogenhandel, Bandenkriege, Mafia (welcher Herkunft auch immer), Fremdenfeindlichkeit, Identität von ‚Ausländern’ und noch einiges mehr. Sehr komplex, sehr verwickelt. Da ist die ‚Auflösung’ eher minimalistisch und auch nicht wirklich abgeschlossen.

Mag ich das Buch?
Ja, es ist sehr gefällig, politisch korrekt, und manche Bösen sind eigentlich ganz nett und hilfreich. Ein Krimi mit viel Hintergrundwissen, dazu noch genug Tiefgang, um nicht trivial zu wirken.
Manches hat mich berührt.
Gute, spannende Unterhaltung, solide geschrieben und auch ein bisschen lehrreich.

Freitag, 26. August 2011

Max Mikkel und das Geheimnis der Möwe – Olov Svedelid




CD, ab 12 Jahren, gelesen von Elga Schütz

Im zweiten Teil erlebt Max Mikkel ganz andere Abenteuer als im ersten Teil. Hier geht es um Gewaltvideos, Verbrechen (von Raub bis Mord), um Alkoholmissbrauch und richtig böse Menschen. Vielleicht ist es deshalb auch erst ab 12 Jahren.

Ja, die Kleinstadt-Schloss-Idylle ist dahin, das Kinderbuch wird zum Jugendbuch, doch der erhobene Zeigefinger ist nicht allzu heftig. Im Gegenteil wird hier erklärt, warum der Sohn so ist, wie er ist, nämlich weil er einen Vater hat, der ihn dazu gemacht hat.

Der Schluss hat etwas sehr befreiendes, alle Fragen sind geklärt (auch die aus dem ersten Teil) und ich hatte das Gefühl, mich aufatmend zurücklehnen zu können.

Ein rundum stimmiges Hörbuch, gute, spannende Unterhaltung, die sehr feinfühlig für jüngere Menschen umgesetzt wurde.
Manchmal sind es solche ‚Zufallsfunde’, die einem wirklich bereichern können. Und das ist schön.

Donnerstag, 25. August 2011

Mensch ohne Hund – Hakan Nesser




gelesen auf dem kindle

Und wieder bin ich in Schweden gelandet, nun ja, vielleicht wegen des Titels ;)

Ganz klar ist eines: die Skandinavier, mit denen ich bislang Kontakt hatte, schreiben anders. Deutsche Krimis finde ich meist etwas betulich, irgendwie immer wie ‚Tatort’. Aber sie haben den Vorteil, dass man nur auf die Straße zu gehen braucht und schon hat man die ‚Typen’ vor Augen.
US-Amerikaner orientieren sich an den Schemata, die wir aus Hollywood kennen, gute, spannende Unterhaltung, aber auch eine gewisse Gleichförmigkeit.
Die Briten sind schon lange nicht mehr Sherlock Holmes und Agatha Christie, aber oft benutzen moderne Autoren diese als Vorlage.

Gut, aber nun zu den Skandinaviern. Beziehungsweise zu diesem Buch.
Eine Familie wird beschrieben. Und sie wird bis ins kleinste Detail beschrieben. Es handelt sich wahrscheinlich nicht um eine schwedische Durchschnittsfamilie (hoffentlich nicht), aber es ist schon zu erkennen, dass im Norden die Uhren ein bisschen anders ticken.
Die Verbrechen, die geschehen, treten in meinen Augen etwas in den Hintergrund, sie hätten auch gar nicht geschehen müssen, denn es geht hauptsächlich um Charakteren, um Menschen in ‚Ausnahmesituationen’, um tiefe Einblicke in die Psyche. Erschreckend tief.
Will man wirklich wissen, was eine ehemalige Handarbeitslehrerin träumt?

Ich weiß nicht, was ich bei der Bestellung erwartet hatte, überzeugt hat mich das Buch auf alle Fälle. Nicht unbedingt als Krimi (und ganz gewiss nicht als Thriller), aber als Blick in die Psyche von Menschen, die vielleicht wirklich um die Ecke wohnen, mit gepflegtem Vorgarten und geputzter Fassade. Familien halt. Individuen, die nur deshalb gemeinsam feiern, weil sie miteinander verwandt sind. Und die durch Beziehung miteinander verbunden sind, die ihr Leben auf ganz andere Art und Weise prägen, als Freundschaften das können.

Doch, ich mag dieses Buch!

Samstag, 20. August 2011

Happy Hour in der Unterwelt – Mary Janice Davidson




Betsy Taylor 3, audible, ungekürzt

Das Problem bei Serien ist, dass sich bestimmte Dinge abnutzen. Der Schuhtick von Betsy zum Beispiel. Anfangs noch witzig, jetzt nicht unbedingt nervig, aber eben abgenutzt. Gut, dass diese Folge nicht nur daraus besteht ;)

Als Betsy plötzlich böse wird, habe ich nicht mehr gegrinst. Das war eine sehr dichte Beschreibung von etwas, das ich nicht erwartet hätte.
Und auch das Auftauchen einer Schwester hat für Spannung und neuen Schwung gesorgt. Zumal ihr Charakter, nun, die anderen Protagonisten sind meist schwarz oder weiß, hier bin ich mir nicht so sicher *eg*

Der dritte Band der Betsy-Taylor-Serie ist für mich voller Überraschungen und von Abnutzungen kann hier wahrlich nicht die Rede sein.
Natürlich bleibt das Grundthema (Schuhfetischistin ist die Königin der Vampire, will es aber gar nicht sein, blablabla), aber ich finde es weiterhin interessant und freue mich auf die Fortsetzung.

Freitag, 19. August 2011

Bombenstimmung – Bernd Franzinger




CD, gelesen von Ari Gosch

Ari Gosch ist ein miserabler Vorleser. Vielleicht hat er vorher in einer dieser seltsamen Verkaufssendungen gearbeitet – jedenfalls erinnert mich sein Lesestil an eine solche. Aber man gewöhnt sich dran, wie an ein Hühnerauge!

Die Geschichte, die Charakteren, die Erzählweise sind einfach nur typisch deutsch. Nett, unkompliziert, gutbürgerlich-spießig.
Aus irgendeinem Grund hat mein mp3-Player die Reihenfolge der Tracks geändert, also einfach nur die Hälfte gespielt – und das ist mir erst aufgefallen, als plötzlich die Auflösung kam, aber noch reichlich Tracks übrig waren. So hatte ich also eine gekürzte Fassung, hm. Wie gesagt, aufgefallen ist mir das nicht so richtig, was doch ziemlich bedenklich ist.

Empfehlung?
Meine Güte, es ist ein guter, solider Krimi ohne unnütze Brutalität, aber mit einer gewissen Spannung. Wer also dem sonntäglichen Tatort nicht abgeneigt ist, hat sicherlich Spaß an diesem Hörbuch.

Donnerstag, 18. August 2011

Max Mikkel und das Geheimnis des Schlosses – Olov Svedelid




CD, ab 10 Jahren

Und wieder mal eine Geschichte für Kinder *seufz*.
Nun gut, diesmal schwedisch und wahrscheinlich schon deshalb etwas anders. Mich erinnerte die Geschichte (die Geschichten) ein bisschen an Michel von Astrid Lindgren. Auch die Vorleserin, Elga Schütz, erinnert mich an die Erzählerinnenstimme der Verfilmungen.

Die Eltern von Mikkel erinnern mich dagegen an ‚Schlimmes Ende’.

Genug der Erinnerungen.
Das Hörbuch plätschert so dahin, ist allerdings interessant genug, um mich ‚bei der Stange’ zu halten.
Die ‚Fantasypassagen’ halten sich in Grenzen, nicht allerdings die schwedische Historie, ich könnte mir vorstellen, dass schwedische Kinder ihren Lehrer mit Anekdoten über schwedische Könige auf die Nerven gehen, nachdem sie dieses Buch gehört oder gelesen haben ;)
Ja, es hat etwas sehr lehrreiches. Aber auf eine amüsante Art und Weise.

Wer also ein Faible für Schweden hat und dazu noch Astrid Lindgren mag, dazu ein bisschen Geistergeschichte, wird hier sicher gut unterhalten.

Montag, 15. August 2011

Charles Darwin – Reise um die Welt



audible

Das Hörbuch kommt in Briefform daher und wird von manchmal irritierenden Hintergrundgeräuschen unterlegt.

Interessant ist wie immer bei solchen Büchern der Blick in die Vergangenheit der Wissenschaft. Meine Güte, Tierschützer würden die Hände über den Köpfen zusammenschlagen – und den guten Darwin wohl gleich mit.
Aber so war das damals eben.

Insgesamt ist es eine aus heutiger Sicht eher langweilige Reise um die Welt und die dauert dann auch noch fünf Jahre. Selbst Darwin hat irgendwann keine Lust mehr und will nur noch nach hause ;)

Aber wer schon immer mal wissen wollte, wie es damals so war, nämlich ein großes Abenteuer, der sollte sich das Hörbuch anhören.

Sonntag, 14. August 2011

Der Widersacher – Wolfgang Hohlbein




gelesen auf dem kindle

Was habe ich mich durch dieses Buch gequält, das ich vor etwa 15 Jahren nahezu verschlungen habe! Nein, der Funke springt einfach nicht mehr über.

Wolfgang Hohlbein ist ein Vielschreiber, er schreibt routiniert und schafft es, dichte Beschreibungen abzuliefern. Nur leider nutzt sich das mit der Zeit ab. Die Szenen wirken stereotyp, wie irgendwo (bei sich selbst?) abgeschrieben. So wirkt die Handlung irgendwann farblos und ich dachte einige Male ‚ja, ich weiß, aber nun mach mal hin’.

Außerdem habe ich mich sehr über einen absoluten Widerspruch geärgert, der so offensichtlich ist, dass man hätte erwarten können, dass er einem Lektor hätte auffallen müssen. So was ist lächerlich.

Vielleicht wage ich mich in 15 Jahren noch einmal an dieses Buch, sehr wahrscheinlich ist das aber nicht.
Übrigens ist mir das bei dem ‚Druidentor’ auch schon passiert, hätte mir also zu denken geben sollen!

Jedermann – Philip Roth




Druckversion

Ja, manchmal lese ich auch etwas, das nicht unbedingt…

Egal.

Das Buch hat mir nicht unbedingt komplett gefallen. Zum einen ist es das Thema: Älterwerden, Altwerden, die Ängste eines alten, einsamen Mannes, der auch noch krank ist. Da bin ich einfach noch nicht die Zielgruppe (eigentlich nie, aber im weiteren Sinne). Zum anderen ist die Hauptperson nicht unbedingt sympathisch. Mir jedenfalls nicht.

Zum Glück ist es kein dicker Wälzer, bloß etwa 170 Seiten, und solange kann ich mich dann auch mit Hauptperson und Thema rumschlagen, ohne genervt oder gelangweilt zu sein.

Geschrieben ist es nicht schlecht, nicht überragend gut (‚Die Bücherdiebin’ hat da meiner Meinung nach ein ganz anderes Niveau), es liest sich so runter.

Nein, wirklich überzeugt hat es mich nicht, obwohl ich am Ende etwas nachdenklich war – für vielleicht zehn Minuten.
Interessant war jedoch der Blick in ein Leben, das mich ein klein wenig an meinen Vater erinnert. Nur ein bisschen, aber immerhin.

Süss wie Blut und teuflisch gut – Mary Janice Davidson




Betsy Taylor 2, audible, ungekürzt

Auch der zweite Teil der Betsy Taylor Reihe überzeugte mich vollkommen. So sehr, dass ich mir gleich den dritten Teil heruntergeladen habe, auch wenn ich ihn nicht sofort hören werde. Alle Teile am Stück könnten doch etwas eintönig werden.

Für mich ist diese Reihe allerdings immer noch das Beste, was der Hype um Vampire hervorgebracht hat. Und das trotz der Sexszene, die wohl einfach nicht fehlen darf ;)

Absolut empfehlenswert, unabhängig davon, ob man das Hörbuch an einem verregneten Sonntag oder am Strand hört.

Schlag auf Schlag – Harlan Coben




audible, gekürzte Fassung, gelesen von Detlef Bierstedt

Ein interessanter Krimi mit interessanten Charakteren, solide geschrieben und mit einem gewissen Humor, der ab und zu überraschend aufblitzt.
Die Auflösung finde ich absolut klasse, obwohl sie manch einem vielleicht zu nett erscheinen könnte.

Und Detlef Bierstedt wird so langsam zu meinem Lieblingsvorleser. Er liest einfach ohne schauspielerische Ambitionen, setzt an den richtigen Stellen Akzente, ist aber dezent und unaufdringlich. Und hat eine sehr angenehme Stimme. Das Gesamtpaket gefällt mir sehr gut.

Es wird definitiv nicht mein letztes Harlan-Coben-Hörbuch sein!

Freitag, 12. August 2011

Stolz und Vorurteil und Zombies – Seth Grahame-Smith / Jane Austen




Onleihe, gelesen auf dem Smartphone

Schon lange wollte ich ‚Stolz und Vorurteil’ lesen, scheiterte allerdings bereits am Anfang. Als Hörbuch habe ich es auch, aber da überzeugte die Vorleserin nicht. Kurz gesagt, ich hatte Interesse, aber scheiterte an diversen Umständen.
Jetzt weiß ich auch, was mich wirklich störte: es ist gähnend langweilig. Irgendwelche Frauen rennen ständig in der Gegend rum und unterhalten sich mit diversen Menschen über – für mich – völlig belanglose Dinge. Es ist so unglaublich hohl, dass ich fast geweint hätte.

Wären da nicht die Textpassagen mit den Zombies!
Zum Brüllen komisch, widerlich ekelig, brutal, grausam. Der reinste Kontrast zum Original – und damit endlich – für mich – unterhaltsam.

Ein nettes Buch, in dem nur die Originalteile etwas schwächeln.
Sorry, aber nur, weil ‚Stolz und Vorurteil’ ein Klassiker ist, muss ich ihn nicht mögen. Aber diese Version mag ich!

Dienstag, 9. August 2011

www.gratis-hoerspiele.de

Aufmerksam geworden bin ich durch Twitter auf diese Seite und nachdem ich schon einige Gutscheincodes von audible dort gefunden habe (audible gibt die ja nicht bekannt und so ist es meist Zufall, wenn man sie bekommt), habe ich natürlich auch ein paar Hörspiele heruntergeladen, von denen ich mir während der letzten Tage ein paar ‚angetan’ habe.
Unter anderem waren das ‚Die Geige Delacroix’ und ‚Murder Documents 01 Haarmann’.

Inzwischen habe ich mich wirklich an Hörspiele gewöhnt, was ich sehr interessant finde. Allerdings ist Hörspiel nicht gleich Hörspiel. Nach meiner laienhaften Meinung, so ganz verstehe ich das noch nicht (will ich vielleicht auch nicht), gibt es auf der einen Seite professionell produzierte Hörspiele wie ‚Die letzten Helden’, die mit Schauspielern, Synchronsprecher o.ä. arbeiten. Auf der anderen Seite scheinen sich Hörspielbegeisterte zu treffen und eine Geschichte umzusetzen. Natürlich in einem richtigen Tonstudio, aber die Sprecher sind halt, nun, mit Hingabe aber leider nicht unbedingt mit Können dabei. So richtig schlecht ist das nicht, und für eine Stunde kann man das auch gut ertragen. Und für umsonst sowieso.

Natürlich gibt es bei gratis-hoerspiele auch andere Produktionen und jeden Tag wird ein neuer Titel vorgestellt. Für Kinder ist jede Menge dabei und ich meine, es lohnt sich, da mal öfter vorbeizuschauen!

Montag, 8. August 2011

Die fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless – Ahmet Zappa




Hörbuch, ab 10 Jahren, gelesen von Sylvie Nogler

So, endlich habe ich es geschafft, denn es gab ein paar technische Probleme, Menno! Ich muss wohl meinen PC durchchecken lassen.

Nichtsdestotrotz fand ich dieses Hörbuch spannend und interessant. Die Geschichte ist sehr phantastisch, es werden einige Monster nahezu wissenschaftlich beschrieben und die Abwehrrezepte sind äußerst seltsam. Das bringt die Sprecherin auch absolut überzeugend rüber, auf eine ganz besondere Art. Überhaupt liest Sylvie Nogler sehr routiniert, stellt Minerva mit kindlicher Stimme da, kann aber ohne Probleme in den Erwachsenenmodus umschalten.

Die Sprache ist für meinen Geschmack sehr gut, die verwendeten Alliterationen sind witzig und passend und geben Schwung in die Handlung.
Natürlich darf man nicht vergessen, dass dieses Buch für Kinder ab 10 Jahren geschrieben wurde, natürlich wird gerülpst, gerotzt und gekotzt, aber ich wohne auch nicht im Damenstift! Ein gewisser Ekelfakor ist allerdings vorhanden ;)
Und der Gruselfaktor, tja, ich weiß nicht, ob ich das mit 10 verkraftet hätte. Mit 45 ist es eher interessant.
Am Schluss wird es ziemlich traurig, finde ich, aber der letzte Satz macht Hoffnung – leider ist es ein Cliffhanger und ich fürchte, ich werde wohl nie erfahre, wie es weitergeht *seufz*

Alles in allem ist dieses Hörbuch solide Unterhaltung mit sehr viel Phantasie. Ich fand es gut!

So, und nun schreibt eure Kommentare, dann könnt ihr das Hörbuch, das übrigens auch von Außen sehr schön gestaltet ist, gewinnen!

Sonntag, 7. August 2011

Zwischenstand 07.08.2011

Nicht, dass ihr denkt, ich mache im Moment nichts, nein, ich lese und höre sogar gerade parallel:
Der Frauenmörder als Hörbuch (wunderschön gelesen, auch bei audible erhältlich)
Die fabelhaften Monsterakten
Charles Darwin (ruht gerade)

Der Widersacher (ob ich das beende, weiß ich noch nicht, darüber später mehr)
Stolz und Vorurteil und Zombies

Warum so wirr?
Ich habe die Onleihe für mich entdeckt, ist aber leider medientechnisch nicht so einfach!
Tja, ich fürchte, irgendetwas wird wohl auf der Strecke bleiben.

Der Frauenmörder – Hugo Bettauer (Hörbuch)




am PC gehört, weil von Onleihe

Wie schon das Buch (gelesen auf dem kindle) überzeugt mich die Hörbuchfassung vollkommen. Ulrich Tukur liest so, wie Hugo Bettauer schreibt, einfach genial. Die verschiedenen Dialekte trägt er unaufdringlich vor, er schauspielert nur da, wo es nötig ist und liest ansonsten wunderbar neutral.

Richtig gute Unterhaltung für zwischendurch, die man allerdings mit Muße genießen sollte!

Freitag, 5. August 2011

Weiblich, ledig, untot – Mary Janice Davidson

audible, gelesen von Nana Spier
Dies ist der erste Teil der Betsy-Taylor-Reihe, und er ist einfach nur gut. Wie fühlt sich eine Markenschuhfetischistin, wenn sie tot ist und doch wieder nicht?
Die Frau ist eine echte Nervensäge, durchgeknallt, bescheuert und so echt, dass ich mich vor Lachen auf den Boden geschmissen hätte, wäre ich nicht gerade mit meinem Hund unterwegs gewesen. Und das, obwohl ich das Hörbuch bereits vor etwas über einem Jahr gehört habe. Den absoluten Brüller verrate ich hier nicht, nur soviel: es hat was mit Harry Potter zu tun.

Was mich nun aber gestört hat, war das Tempo – vor dem Einschlafen zum ‚Runterkommen’ ist das nichts. Nein, man muss dieses Buch im wachen Zustand genießen. Sonst wird man von dem Tempo einfach überfahren.
Aber beim Spaziergang kann man sich an dem Humor erfreuen und Nana Spier ist einfach genial, sie ist Betsy Taylor, eben eine richtige Type!

Ein etwas anderer Vampirroman, der sich erfreulich von der düsteren Masse abhebt!

Mittwoch, 3. August 2011

Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen – Selma Lagerlöf

audible Eigenproduktion, die ersten 40 Minuten

Natürlich habe ich am Anfang viel zu kritisch zugehört und natürlich sind mir einige Störfaktoren aufgefallen.
Die Frau liest gut, der Mann liest so, als müsse er es noch lernen (nein, nicht ganz so schlimm, aber eben nicht professionell), die Stimme des Nils ist schrecklich erwachsen und die Musik erinnert mich stark an die von den Michel-Verfilmungen. Die Tiere sind bis zur Albernheit aufgedreht.

Dann aber, nach etwa 30 Minuten stört mich das gar nicht mehr, irgendwie bin ich in der Geschichte angekommen und es ist amüsant und unterhaltend.

Man merkt der ganzen Produktion an, dass sie mit einer großen Hingabe gemacht wird, und das ist sehr erfreulich.

Ob es was für mich ist, wage ich allerdings zu bezweifeln, ich mochte die Geschichte nie so richtig. Und daran ändert wohl auch die beste Produktion nichts.

Dienstag, 2. August 2011

Mission – Douglas Preston / Lincoln Child

ungekürzte Version, audible
gelesen von Simon Jäger

Tja, wo fange ich an?
Beim Vorleser.
Simon Jäger hat mich schon zur Weißglut gebracht, als er nämlich ‚Die Bibel nach Biff’ so unglaublich durch sein mangelndes Allgemeinwissen verhunzt hat, dass ich davon fast Zahnschmerzen bekommen habe. Das macht definitiv keinen Spaß.
Und der liest also ein Buch von meinen Lieblingsautoren Preston/Child?!
Leider gibt er dem Buch einen anderen Charakter, als die, die vor ihm lasen. Nicht besser oder schlechter, aber anders. Und das hat mich gestört. Ich mag es, wenn gelesen wird und nicht geschauspielert – deshalb mag ich Rufus Beck nicht (mehr).

Die Geschichte selbst ist verzwickt, erst kommt ein ‚Abenteuer’, dann noch eines. Irritierend. Und beide sind nicht abstrus, wie ich es eigentlich bei Preston/Child mag. Nein, wissenschaftlich fundiert (soweit ich das beurteilen kann), und ganz klare Abläufe. Die sind zwar teilweise so umständlich, dass es schmerzt, aber es muss wohl so sein.

Zwei Dinge haben mich jedoch geärgert: wenn mir jemand Aufnahmen von meinem Gehirn vorlegen würde, auf denen eine tödliche Krankheit aber nicht mein Name zu sehen ist, würde ich ins Krankenhaus gehen und selber welche machen lassen. Da kann ja jeder kommen!
Und der Schluss ist ein verdammter Cliffhanger, das nervt richtig!

Hörempfehlung?
Wer einen Preston/Child erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Mir fehlte die Tiefe (eine Person wird beschrieben, ihre Lebensgeschichte dargelegt, bis in kleinste Details, auch wenn er zwei Seiten später tot ist, ich mag das, hier fehlt es) und die Nähe zum ‚Helden’. Ich ertappe mich dabei, dass es mir egal war, ob er überlebt oder nicht. 200 Seiten mehr hätten dem Buch gut getan.
Gideon Crew ist (noch) kein würdiger Nachfolger von Spezialagent Pendergast – aber ich habe Hoffnung.