Sonntag, 18. September 2011

Lese- und Hörlage

In letzter Zeit habe ich eigentlich lieber gehört und gelesen, als hier Rezensionen zu schreiben, auch, weil mir ein bisschen das Feedback fehlt *seufz*

Aber ich war nicht untätig, deshalb hier eine Kurzversion der ‚Erlebnisse’:

Ein verhängnisvolles Versprechen – Harlan Coben
audible, gekürzt
Spannend und das Ende ist sehr überraschend

Achillesverse – Bodo Wartke
audible, ungekürzt
Das 2. Programm von Bodo Wartke und es gefällt mir einfach. Wer Heinz Erhard und Insterburg und Co mag, macht hier nichts verkehrt

Ich denke, also sing ich – Bodo Wartke
audible, ungekürzt
das 1. Programm, einfach Gute-Laune-Unterhaltung

Das Jesus-Video – Andreas Eschbach
CD, gekürzt
Eines meiner Lieblingshörbücher, immer mal wieder gehört. Ich liebe den letzten Satz. Wer übrigens die Verfilmung kennt: mit dem Buch hat das wenig zu tun!

Fausto – Oliver Dierssen
audible, ungekürzt
Erst musste mich an den Lesestil gewöhnen, dann blieb mir das Lachen im Halse stecken, dann war ich tief berührt. Ein richtig gutes Hörbuch!

Das Portal der Dämonen – John Connolly
audible, ungekürzt
Lustige Unterhaltung, sehr schön!

Noah war ein Archetyp – Bodo Wartke
audible, ungekürzt
Habe ich schon erwähnt, dass ich den Typ mag?

Black Rain – Graham Brown
kindle
Äh ja, nicht besonders beeindruckend, Charaktere eher flach und stereotyp, aber es hat mich unterhalten.

Momentan lese ich ‚Schamanenfeuer’ (Onleihe) und höre ‚Goweli’ (audible).

Gewonnen habe ich bei audible übrigens nichts, trotz, na ja. Vielleicht sollten die sich mal was anderes einfallen lassen, so einen Bonus, ein Hörbuch umsonst nach jeder 100. Bestellung oder so. Gewinnspiele fördern eher den Umsatz und hinterlassen einen faden Nachgeschmack.

Donnerstag, 8. September 2011

Gott bewahre – John Niven

audible, ungekürzt, gelesen von Gerd Köster

Ein Buch für den Scheiterhaufen!
Wie kann John Niven es nur wagen, Gott als kiffenden, Whisky-trinkenden und fluchenden …
Und Jesus ist noch schlimmer, der trinkt Bier!
Blasphemie!

Ernsthaft, ich liebe dieses Buch. Das Lachen über die so menschlichen Himmelsbewohner blieb mir oft genug im Halse stecken, denn wir leben tatsächlich in einer Endzeit, Alles ist kaputt, die Menschen allem anderen voran. Und die Gläubigen sind so was von zum kotzen, egal, welchem Glauben sie anhängen. Ja, das ist die Welt, wie ich sie kenne. Und da wäre ein bisschen Hoffnung nicht schlecht.

Das Buch versöhnt ein bisschen mit den Zuständen, macht Hoffnung, ist unterhaltsam und bricht eine Menge Tabus. (Und ich frage mich die ganze Zeit, wie viele Morddrohungen John Niven wohl bekommen hat.)

Und am Ende? Nun, hört selbst.

Auf alle Fälle ist das keine Leichte Kost, es gibt ein paar sehr eindringliche Szenen, die mich wohl eine Weile begleiten werden.
Tja, die Menschen.

In diesem Sinne: Seid lieb!

Beweislast – Manfred Bohm

CD, gelesen von Julian Mehne

Hierbei handelt sich um den 6. Teil um die Fälle des Kommissar Häberle, was aber nichts weiter zu bedeuten hat, denn die Polizei kommt hier nur sehr farblos rüber.
Überhaupt geht es hauptsächlich um einen Biedermann, der unschuldig ist, aber verdächtigt wird, jemanden getötet zu haben. Und dieser Biedermann meckert über alle Umstände seines Lebens, hängt der guten, alten Zeit hinterher und meckert und meckert. Über den Staat, die Arbeitgeber, die Mitmenschen, das Schicksal, die Umstände, blablabla!

Richtig packend wird es erst, wenn man sich in die Lage eines zu unrecht Beschuldigten versetzt, der aus seiner trotz allem doch beschaulichen Umgebung in die Mühlen der Gerichtsbarkeit gerät. Das ist schon beklemmend.

Insgesamt ein eher fader Krimi.

Beweislast – Manfred Bohm

CD, gelesen von Julian Mehne

Hierbei handelt sich um den 6. Teil um die Fälle des Kommissar Häberle, was aber nichts weiter zu bedeuten hat, denn die Polizei kommt hier nur sehr farblos rüber.
Überhaupt geht es hauptsächlich um einen Biedermann, der unschuldig ist, aber verdächtigt wird, jemanden getötet zu haben. Und dieser Biedermann meckert über alle Umstände seines Lebens, hängt der guten, alten Zeit hinterher und meckert und meckert. Über den Staat, die Arbeitgeber, die Mitmenschen, das Schicksal, die Umstände, blablabla!

Richtig packend wird es erst, wenn man sich in die Lage eines zu unrecht Beschuldigten versetzt, der aus seiner trotz allem doch beschaulichen Umgebung in die Mühlen der Gerichtsbarkeit gerät. Das ist schon beklemmend.

Insgesamt ein eher fader Krimi.

Kühlfach zu vermieten – Jutta Profijt

Onleihe, gelesen auf dem Smartphone

Der 3. und bisher letzte verfügbare (kann die Frau bitte etwas schneller schreiben!) Teil der Pascha-Krimis hat mich völlig überzeugt. Jutta Profijt hält an dem Konzept absolut überzeugend fest – oder ist es doch Pascha selbst? Ja, hier wird mit der Realität wunderbar gespielt.

Voller abstruser Ideen, werden doch auch ernste Themen angeschnitten, die jedoch nicht so in den Vordergrund treten, dass sie den Unterhaltungsfaktor stören würden.

Es tut mir leid, ich mag diese Bücher, ich mag Pascha und Martin, und all die anderen Charakteren, die so wunderbar liebevoll dargestellt sind, dass ich mich im Cafe neben sie setzen würde.

Und jetzt warte ich auf den 4. Teil!

Im Kühlfach nebenan – Jutta Profijt

Onleihe, gelesen auf dem Smartphone

Auch im 2. Teil der Pascha-Krimis wird weiter geistreich gegeistert (hey, auch ich kann das zuweilen!). Diesmal bekommt Pascha sogar geistlichen Beistand (*strike*).

Das Niveau des ersten Bandes wurde meiner Meinung nach gehalten, ich habe mich wieder blendend amüsiert, von Abnutzung keine Spur. So soll Unterhaltung sein.
Und manchmal wird es auch tiefschürfend.

Ich bin froh, über diese Bücher ‚gestolpert’ zu sein, denn sie machen einfach gute Laune!

Sonntag, 4. September 2011

Kühlfach 4 – Jutta Profijt

Onleihe, gelesen auf dem Smartphone

Einfach nur gut!
Angefangen von der Idee, einen Geist durch die Rechtsmedizin geistern zu lassen, bis zu der Ausdrucksweise der Protagonisten, absolut überzeugend und unterhaltsam.

Endlich mal ein anderer Krimi, endlich mal andere Charakteren, vielen Dank dafür!

Und zum Glück handelt es sich um den ersten Teil einer Serie, für Nachschub ist also gesorgt. Und das ist gut so.
Denn selten habe ich Spannung so gut mit Humor kombiniert erlebt. Da verblasst so manch hochgelobter Bestseller.

Leider gibt es dieses Buch nur in gekürzter Form als Hörbuch. Schade!

Samstag, 3. September 2011

Die Geisterseher – Kai Meyer

Hörspiel, audible

Über meine Probleme mit Hörspielen habe ich ja bereits berichtet, deshalb habe ich mich auch erst jetzt an ‚Die Geisterseher’ gewagt.
Überzeugt hat mich die absolut professionelle Umsetzung. Sprecher, Geräusche, Musik – alles perfekt. Das hat mir richtig Spaß gemacht, obwohl es grenzwertig war, nachts um halb zwei durch die Gegend zu gehen und dabei so eine gruselige Geschichte zu hören. Zum Glück wohne ich nicht in der Nähe eines Friedhofes.

Die Geschichte selbst ist etwas phantastisch, ich schreib jetzt nur ‚Goethe hat Schiller umgebracht’!? Obwohl es durchaus stimmig ist. Es waren halt andere Zeiten *grins*
Insgesamt ist es eine durchdachte Angelegenheit, die sehr spannend und auch intelligent rüber kommt.

Unbedingt empfehlenswert und auch für Hörspiel-Anfänger durchaus begeisternd.
Und ich werde es mir sicherlich noch einmal anhören.

Freitag, 2. September 2011

Ausgeliebt – Dora Heldt

Onleihe, gelesen auf dem Smartphone

Tja, das ist mal leichte Unterhaltung für zwischendurch (eine gute Schicht lang habe ich gebraucht).
Ja klar, es geht um die großen Gefühle, Liebe: Verlassenwerden, Alter, Freundschaft – aber es wird ständig getrunken (und geraucht, das finde ich aber nicht so schlimm *grins*). Es gibt witzige Situationen und Heulerei. Aber mir kam es an manchen Stellen so vor, als hätte ich eine gekürzte Fassung vorliegen. Es fehlte irgendetwas, Tiefe vielleicht. So ein bisschen.

Ob ich die Fortsetzungen lesen werde?
Zuerst, nach Beenden des Buches, dachte ich ‚klar’, aber nach etwas Überlegen glaube ich ‚eher nicht’.

‚Tante Inge haut ab’ habe ich vor einiger Zeit gehört, das fand ich viel lustiger und interessanter, auch waren die Charakteren meiner Meinung nach komplexer.

Donnerstag, 1. September 2011

Lazyboy – Michael Weins

gelesen auf dem kindle

Was locker-flockig anfängt, ist mir bald so nahe gegangen, dass ich das Buch aus den Händen legen musste. Denn schnell wurde mir klar, dass es sich hier nicht um eine lustige, phantastische Geschichte handelt, sondern dass viel mehr dahinter steckt. So kommt die ‚Auflösung’ auch für mich nicht überraschend, sondern ist schon ab etwa der Mitte vorhersehbar.

Ich persönlich hätte mich mehr über eine lustige, phantastische Geschichte gefreut, hier ist mir zuviel psychologische Tiefgang, der mir zu persönlich wird. Trifft halt Punkte bei mir, in mir, die ich nicht getroffen haben wollte, jedenfalls nicht so. Und dazu ist das Ende dann auch ein bisschen zu klischeehaft.

Alles in allem ein tiefschürfender Roman, der sicher zu empfehlen ist – nur vielleicht nicht so gut, wenn sich der Leser gerade selbst mit seinem verkorksten Leben auseinandersetzt.