Sonntag, 27. November 2011

Die Arche – Boyd Morrison

Kindle

Das ist mal ein richtig runder, ja, was?
Wahrscheinlich läuft das wieder unter Wissenschaftsthriller, auch gut.
Jedenfalls fand ich das Buch super spannend und unterhaltsam. Die Charakteren sind nicht überspitzt, aber natürlich sind Held und Heldin gutaussehend, intelligent und mutig – sonst würde es ja auch nicht funktionieren ;)
Und die Bösewichte sind böse (und ziemlich wahnsinnig), so muss das halt sein.
Aber die Geschichte ist gut durchdacht, die Geschehnisse (für mich) logisch und die ‚Auflösung’ faszinierend.

Insgesamt ein gutes, unterhaltsames Buch ohne Hänger. Manchmal kommt man kurz zum Durchatmen, aber Langeweile kommt nicht auf.
Ich fand es gut!

Schicksal! – S.G. Browne

Audible, ungekürzt, gelesen von Simon Jäger

Um es auf den Punkt zu bringen….
Dieser Satz zieht sich wie ein rotes Band durch das Hörbuch – wobei das Schicksal eher selten auf den Punkt kommt. Es wird palavert, rumgehangen, gegessen, gehasst und geliebt. Lebensweisheiten werden verteilt wie Brot in der Suppenküche, geschichtliche Hinweise eingestreut wie Hühnerfutter.

Zwischendurch fand ich es extrem langweilig, echt ehrlich.

Simon Jäger liest gewohnt routiniert und gut, das hat mir gefallen.

Ob ich das Hörbuch empfehlen kann?
Wem ‚Gott bewahre’ gefallen hat, wird hier wohl eher enttäuscht. Denn wirklich lustig ist das Schicksal! nicht.
Andererseits hat es durchaus seine Höhepunkte (muss ich jetzt rot werden?) und verbreitet gute, solide Weisheiten. Ein Buch, das einem im Zweifelsfall über das eigene Leben (Schicksal?) nachdenken lässt. Und schaden kann das ja nicht!

Dienstag, 22. November 2011

Dackelblick – Frauke Scheunemann

Kindle

‚Wer keine Ahnung von Hunden hat, wird sich falsche Vorstellungen machen.’ Das war mein erster Gedanke.
Denn abgesehen von eklatanten Fehlern und purer Unwissenheit in Bezug auf Tierheime, Züchter, Verantwortung und überhaupt, wird der kleine Dackel nebst Kater dermaßen mit menschlichen, sprich intelligenten, Eigenschaften ausgestattet, dass es einen graust.
Allein bei den Szenen, in denen Dackelchen mal eben quer durch die Stadt zum Tierarzt geht, stand mir der kalte Angstschweiß auf der Stirn. Von anderen Ausflügen mal ganz abgesehen. Und ich will hier gar nicht von dem Sprung vom Balkon…

Statt Hund und Katz hätte Frau Scheunemann auch Elfen und Trolle benutzen können, wäre genauso realistisch wie ihre Tierdarstellung.

Auf der anderen Seite ist es ein nettes, unterhaltsames Buch mit einem großen Unterhaltungsfaktor. Wer also einfach mal nicht darüber nachdenken will, warum der eigene Hund mal wieder an der Leine zieht und was irgendein Hundeflüsterer gerade von sich gegeben hat, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. Fantasy ist ja auch ein schönes Genre.

Nur bitte, bitte, bildet euch nicht ein, ein Dackel kann eure Beziehungsprobleme beheben. Und wenn ihr euch nicht davon abbringen lasst, nun, dann nehmt wenigstens einen Hund aus dem Tierheim, die haben genug davon! ;)

Samstag, 19. November 2011

Träumst du noch oder küsst du schon? – Alexandra Potter

Gedruckte Version

Tja, das ist also mein letztes original und neu gekauftes Buch.
Drauf gekommen bin ich, weil ich eine Leseprobe fand, und die hat mich einfach angesprochen.
Es ist heiter-locker-flockig erzählt, ein typisches Frauenbuch und damit genau richtig für einen sonnigen Urlaub oder einen verregneten Sonntagnachmittag. Einfach gute Unterhaltung mit Happy End (das sich schon etwa ab Seite 200 glasklar abzeichnet).

Empfehlung?
Wer dieses Genre mag, mag wohl auch dieses Buch.

Donnerstag, 10. November 2011

Kein Sterbenswort – Harlan Coben

Audible, gekürzt, gelesen von Detlef Bierstedt

Interessante Geschichte, aber reichlich verworren.
Trotzdem gute Unterhaltung, wie ich das inzwischen von Harlan Coben gewöhnt bin.

Empfehlenswert?
Mit Einschränkungen – mich hat dieses Hörbuch nicht wirklich in den Bann gezogen.

mord.net - Dag Öhrlund

Audible, ungekürzt, gelesen von Martin Kessler

Seltsamerweise vertauschen sich hier die Sympathien. Einzelschicksale werden herausgegriffen und bis in das letzte Detail beschrieben und man (also ich) habe Mitgefühl mit Menschen, die ich sonst eher abstoßend finden würde. Wieso fiebert man mit einem Pädophilen mit?
Dabei ist absolut nachvollziehbar, warum die Menschen sterben müssen.
Moralisch gesehen, ein absolut richtiges Buch, aber…

Mich hat es ein wenig verstört, wie sehr der Autor meine Emotionen manipuliert hat.
Allein der Gedanke ‚so schlecht ist das mit dem mord.net nicht’ ist natürlich Blödsinn, aber ich habe mal überlegt, ob ich auch einen Menschen kenne, der das ‚verdient’ hätte, das hat mich in Bedrängnis gebracht.
Tyrannenmord, Selbstjustiz, wer darf entscheiden über Leben und Tod?
Dag Öhrlund beendet das Buch ohne wirkliche ‚Erlösung’ aus diesem Dilemma, und das nehme ich ihm übel.

Auf der anderen Seite ist es eine äußerst brutale Geschichte, es wird gemordet, vergewaltigt, gefoltert, verstümmelt. Und zwar ständig und überall.

Was mich gestört hat waren die Passagen, in denen die ‚Gesetzeshüter’ ihren Platz hatten. Sie wirkten auf mich eher farblos. Vielleicht konnte ich mich deshalb besser mit den ‚Opfern und Tätern’ identifizieren.

Insgesamt nichts für schwache Nerven und für gemütliche Nachmittage. Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt, wenn mir auch die Richtung nicht gefällt!