Sonntag, 30. September 2012

Vampire schlafen fest – Charlaine Harris



Taschenbuch, Vampirkrimi



Natürlich hatte ich recht: nach dem etwas lahmen sechsten Teil ist dieser siebte absolut spannend – und das in mehr als einer Hinsicht.
Obwohl sich Sookie (und die gesamte Geschichte) ein wenig davon entfernt, was sie im ersten und auch noch zweiten Teil repräsentierte, so ist die Entwicklung insgesamt sehr nachvollziehbar und stimmig. Und ja, Sookie hat definitiv ihre Prioritäten ein wenig geändert. So zeigt dieser Band sehr gut, wie sie sich verändert hat, vielleicht zu ihrem Nachteil, aber immer sich selbst treu bleibt.

Man könnte meinen, dass einem Autor einer Serie irgendwann die Ideen ausgehen, er sich selbst kopiert oder aber die Protagonisten stagnieren, Charlaine Harris vermag es aber meiner Meinung nach sehr gut, immer neue ‚Würze’ in die Geschichten zu bringen.
Wenn ich da an die Betsy-Taylos-Reihe denke und sie vergleiche, habe ich das starke Gefühl, dass Sookie Stackhouse ein sehr viel interessanterer Charakter ist und ihre Geschichte (hoffentlich) nicht in belanglose Plattitüden versinkt. Soweit das nicht generell für dieses Genre gilt, schließlich reden wir hier nicht über hochgeistige Literatur.

Fazit?
Ich fang dann mal mit dem achten Teil an!
Mal ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Bücher so verschlingen würde.

Ein Vampir für alle Fälle – Charlaine Harris


Taschenbuch, Fantasy



Mir persönlich geht es im achten Teil der Sookie-Stackhouse-Reihe zu sehr um Politik und phantastische Wesen, die immer vielfältiger werden. Und auch Sookie selbst wird immer phantastischer, was die Geschichte eigentlich nicht braucht.
Doch eines hat mich dennoch überzeugt, und das war ein Satz: ‚Aber bei irgendwem möchte auch ich mal an erster Stelle stehen.’

Sookie, Hauptperson, Protagonistin, Ich-Erzählerin hat ihre inneren Konflikte und kristallisiert sich meiner Meinung nach immer mehr als eine Person heraus, die sich intelligent mit sich und ihrer Umwelt auseinander setzt. Vielleicht interpretiere ich da viel zu viel rein, aber mir gefällt es so. Und mir gefällt es, einem Menschen, einer Frau dabei zuzusehen, wie sie ihren Weg geht. Einzig die Sache mit ihrem Großvater, wie geschrieben, ich hätte das wirklich nicht gebraucht und ich frage mich, warum Charlaine Harris das für nötig hielt.

Fazit?
Insgesamt ein Teil, der langsam von der Grundidee abweicht, zu viele politisch motivierte Stellen hat und doch einen gewissen Reiz ausübt. Denn obwohl es nur um Trivialliteratur geht, gefällt mir die Entwicklung von Sookie.

Samstag, 29. September 2012

Ball der Vampire – Charlaine Harris


Taschenbuch, Vampirkrimi



Obwohl ich weiterhin begeistert von der Sookie-Stackhouse-Serie bin, hat mich der sechste Teil nicht komplett überzeugt.
Das lag zum größten Teil daran, dass hier Bezug auf etwas genommen wird, an das ich mich nicht erinnern kann, weshalb ich davon ausgehe, dass es auch nicht beschrieben wurde. Das hat mich zutiefst irritiert und mir ein bisschen den Spaß genommen.

Ansonsten ist ‚Ball der Vampire’ natürlich spannend, nicht nur durch die ‚heftigeren’ Ereignisse. Nein, Sookie schafft es auf wenigen Seiten, sich ihrer undurchsichtigen Beziehungslage zu entledigen, was ich gut finde. Andererseits fehlt es dadurch ein wenig am ‚Knistern’.

Insgesamt ist dieser Teil eine Art Brückenbuch, denke ich. Alte Dinge werden abgeschlossen und die Türen für neue Ereignisse geöffnet.

Fazit?
Ein Buch, dass in meinen Augen seine Schwächen hat, aber richtig Lust auf das Weiterlesen der Serie macht.

Freitag, 28. September 2012

Tote können nicht mehr reden (Virals 1) – Kathy Reichs


Gebundene Ausgabe, Jugendthriller



Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch aufschlagt und anfangt zu lesen, und ihr habt das Gefühl, als würden euch die Wörter hetzen und teilweise sogar anschreien?
So ging es mir bei diesem Buch während der meisten Zeit.
Ich glaube, das liegt an dem wirklich übertrieben saloppen Ton der Ich-Erzählerin, denn die Einschübe waren durchaus angenehmer im Tonfall.
Der Stil ist ansonsten sehr gefällig und birgt eine Menge Humor – wenn da nicht diese ausufernden Ortsbeschreibungen wären, die ich meist am Ende der Sätze wieder vergessen habe. Meine Güte, ich muss nicht wissen, wo welcher Grashalm auf welche Insel ist. Und ich habe keine Ahnung, warum Kathy Reichs meint, das schreiben zu müssen.
Und da fällt mir eine Frage ein, die sich mir schon bei anderen Büchern stellte: bekommen Autoren eigentlich Geld für product placement?
In diesem Fall (und auch bei anderen Büchern der Autorin) ist es die Marke mit dem Apfel (bei ihren ersten Bänden der Tempe-Brennan-Reihe waren es tatsächlich Äpfel, die ständig auftauchten, hat die Gute gar hellseherische Fähigkeiten?) allgegenwärtig. Bei anderen Autoren ist es auch gerne mal eine Turnschuhmarke. Also frage ich mich, ob die dafür bezahlt werden.
Zurück zum Buch ‚Tote können nicht mehr reden’.
Zwischen all dem Lärm und dem Gehetze ist es gar nicht schlecht, die Geschichte von vier Freunden, die über einen Mordfall und noch ganz andere Dinge stolpern. Nur die Sache mit den Virals, ich weiß nicht, ob es das gebraucht hat. Muss in jedem Jugendbuch so etwas auftauchen? Nun ja, den Jugendthrillern, die ich letzter Zeit gelesen habe, hätte ein Vampir oder ein Werwolf ganz gut getan. Aber sollte ein Thriller nicht einfach ein Thriller sein? Allerdings ist Kathy Reichs zu sehr Wissenschaftlerin, um Magie ins Spiel zu bringen. Von daher ist es schon ok. Ich frag mich halt nur.

Fazit?
Ein typischer Kathy-Reichs-Thriller, auf Jugendliche abgestimmt. Mir persönlich ein wenig zu aufgesetzt jung-dynamisch.

Mittwoch, 26. September 2012

Nox (Das Erbe der Nacht) – Michael Borlik



Gebundene Ausgabe, Mystery, Jugend



Und wieder ein Buch mit Vampiren, Werwölfen, Hexen und sonstigen seltsamen Wesen – so langsam schwirrt mir echt der Kopf davon und ich habe Schwierigkeiten, nichts durcheinander zu bringen.

Michael Borlik schafft in diesem Buch eine Art andere Wirklichkeit, in der vor hundert Jahren Rom bei dem Kamp Engel gegen Dämonen zerstört wurde und damit auch die katholische Kirche (alle anderen wahrscheinlich auch). Diesen Ansatz fand ich äußerst interessant und deshalb hat mich die Geschichte als solche auch gefesselt. Dazu kommen die beiden dargestellten Perspektiven, die sich auch in der Seitenfarbe klar voneinander abheben. Schwarze Blätter in einem Buch, nun, das ist interessant, wenn auch nicht mehr völlig ungewöhnlich (hoffentlich kommt nie jemand auf die Idee, Seiten rosafarben einzufärben, ich glaube, da streike ich dann).

Inhaltlich interessant gab es auch keine stilistischen Auffälligkeiten, im Gegenteil, der Autor drückt sich sehr bildhaft aus. Die Protagonisten sind gut gezeichnet und nachvollziehbar, und besonders hat mir gefallen, wie selbstverständlich mit der sexuellen Orientierung umgegangen wird. So etwas in einem Jugendbuch finde ich gut.

Einzig die romantischeren Szenen fand ich ein wenig, nun, irgendwie steril, was ich jetzt mal einfach darauf schiebe, dass der Autor ein Mann ist, die Ich-Erzählerin ein siebzehn Jahre altes Mädchen.

Fazit?
Ein dunkles Buch voller Spannung und Phantasie. Erwartung voll erfüllt!

Liebesschmarrn und Erdbeerblues… wie alles begann – Angelika Schwarzhuber


Kindle, Liebeskurzgeschichte



Weil ich doch bei www.bloggdeinbuch.de das Buch ‚Liebesscharrn und Erdbeerblues’ ergattert habe, erinnerte ich mich daran, dass da irgendetwas gewesen war mit meinem Kindle und diesem Titel. Richtig, es gibt quasi eine Vorabgeschichte zu dem Roman (der zum Glück länger ist) und denn gab es mal umsonst.
Also hab ich das mal gerade gelesen, sonst wäre ja die Reihenfolge kaputt. Hey, ihr kennt mich inzwischen und wisst, dass ich das überhaupt nicht mag.

Nun gut, es ist eben eine Kurzgeschichte, in der holterdipolter mal eben etwas beschrieben wird, von dem die Autorin meint, der Leser müsse es wissen. Doch leider hat mich das überhaupt nicht überzeugt. Stilistisch eher zusammengestümpert, inhaltlich im Galopp und ohne jegliche Tiefe geschweige denn Sympathieträgern, kommt es mir so vor, als wolle Angelika Schwarzhuber durch diesen Appetithappen ohne viel Aufwand das ‚Hauptwerk’ promoten. Tja, bei mir ist ihr das dann eher weniger gelungen, denn hätte ich das Buch nicht bereits vorliegen und ‚müsste’ es rezensieren, dann würde ich da mal ganz flux meine Finger von lassen. Aber so was von.
Es fehlt das Herzblut, es fehlt Stil, es fehlt Identifikationsmöglichkeiten, es fehlt irgendwie alles, was eine Geschichte in meinen Augen gut macht.
Und übrigens: man nennt es Fruchtblase (ich gehe mal davon aus, auch in Bayern).

Andererseits geht es ja eigentlich nur darum, die Vorgeschichte zu schreiben.

Aber trotzdem!

Fazit?
Nicht überzeugend, ich bin auf die eigentliche Geschichte gespannt.

Liebesschmarrn und Erdbeerblues – Angelika Schwarzhuber


Taschenbuch, Liebeskomödie



Der Inhalt:
Lene, abgeschreckt von dem bairischen Liebesbekenntnis ihres Freundes Michi, macht sich auf die Suche nach der perfekten bairischen Liebeserklärung und der Liebe überhaupt und schreibt nebenbei noch einen Ratgeber.

Meine Erwartung:
Hey, ich habe mir dieses Buch ausgesucht, also hatte ich mich seelisch auf einen lustigen Frauenroman vorbereitet, der mich gut unterhält. Halt so etwas wie ‚oh, es regnet draußen, ich mache es mir auf dem Sofa bequem und freue mich’. Nachdem ich die Vorgeschichte gelesen hatte, freute ich mich nicht mehr, sondern war äußerst beunruhigt.

Meine Meinung:
Natürlich ist ‚Liebesschmarrn und Erdbeerblues’ um einiges besser als die Vorgeschichte. Aber insgesamt fand ich es doch noch ziemlich daneben. Irgendwie ist Alles gewollt, der Autorin unterlaufen einige Unstimmigkeiten und die eingestreuten Erinnerungen finde ich ziemlich verkrampft. Selten gefallen mir einzelne Sätze und Szenen. Auch der dramatische Anstieg von Liebeswilligen (alle gut aussehend und finanziell gut dabei) scheint mir doch ein wenig übertrieben.
Wo waren die vorher?
Und die eigentliche Liebesgeschichte ist so unglaublich vorhersehbar, dass es mich graust. Also ehrlich, wer hat nicht mit dem Ergebnis gerechnet?
So weit also nichts Neues, schade.
Aber es geschah etwas sehr seltsames. Ich habe Rotz und Wasser geheult.
Nein, nicht, weil der betuliche Stil mir so wehgetan hat, sondern weil eine Szene mir so richtig unter die Haut gegangen ist. Sie ist so unglaublich schön (für mich) und herzergreifend, dass ich die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Es ist eine Szene zwischen Lene und ihrem Vater, nur mal so als kleiner Tipp.
Warum es mir so ging?
Vielleicht, weil es so wahr ist. Eigentlich unscheinbar, aber doch so groß.
(Meine persönlich liebste Liebeserklärung ist übrigens nicht in diesem Buch zu finden: ‚ich hab dich so lieb, ich könnte dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken’ – ist von Ringelnatz)
Natürlich habe ich mich als Ostwestfalin herrlich über die damischen Bayern amüsiert, das gehört wohl dazu, und die Liebesbekenntnisse haben mich, so weit ich sie auch richtig verstanden habe, glatt auf den Boden geschmissen vor Lachen. Aber das bezieht sich auf die letzten 100 Seiten des Buches, ein bisschen wenig. Zumal ich diese ganze Sache mit Barcelona eher total überflüssig finde. Aber Eisi hat mir gefallen.
Insgesamt verliert sich Angelika Schwarzhuber gerne in für mich komplett unwichtigen Nebensächlichkeiten, so, als wolle sie einfach Seiten füllen. Und ihr Stil ist auch nicht so mein Fall, weil sie mir zu simpel schreibt und zu wenig Situationskomik hineinbringt, da wäre durchaus mehr drin gewesen.
Eine Frage noch: was ist Wammerl?

Fazit?
Ein eher durchschnittlicher Liebesroman, aber immerhin hat er mich zu Tränen gerührt.

Ich danke bloggdeinbuch und dem Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Bestellen könnt ihr das Buch auch hier.


Ein überredetes Stöckchen

So ist das, kaum hat man damit angefangen, schon geht es weiter!

Nein, halt, noch eine Vorabbemerkung:
Eines der ersten Bücher, die ich mir angeschaut habe, war ein Tierlexikon, das war so ein richtiges (nicht für Kinder) und da habe ich stundenlang reingeschaut (ich fand, mein Bruder sah aus wie ein Koboldmaki!). Ein anderes war eine Sammlung von Cartoons von dem, der die Addamsfamily erfunden hat, ich komme gerade nicht auf den Vornamen. Das war definitiv kein Kinderbuch, hat mir aber früh meinen schwarzen Humor anerzogen.

So, jetzt geht es aber mit dem Stöckchen los:

1) Aus welchem Buch haben Euch Eure Eltern vorgelesen?
Erinnern kann ich mich an die Urmelbücher. Meine arme Mama muss so manches Mal einen Knoten in der Zunge gehabt haben.

2) Welches Buch habt Ihr bewußt als erstes selbst gelesen?
Das weiß ich echt nicht mehr, irgendwie verschwimmt da die Erinnerung. Aber ich glaube, ich habe zu Weihnachten 1972 (da war ich gerade ein paar Monate in der Schule) eines bekommen (irgendwo gibt es davon auch noch ein Foto) und das habe ich dann bestimmt auch alleine gelesen. Wenig später waren es auch die Nesthäckchenbücher, die ich von meiner Mutter hatte.


3) Welche Bücher waren zu Eurer Kinder-/Jugendzeit total in?
Hanni und Nanni, aber davon ahbe ich nur eins gelesen, ich hatte da beim Schneider-Verlag eine andere Serie, kann mich aber echt nicht mehr an den Titel erinnern, mich hat damals nur der Ausdruck 'Blue Jeans' fasziniert.

4) Welche Bücher hatten alle anderen, aber Du nicht?
Keine Ahnung, ich habe nicht mit anderen über Bücher gesprochen (oh unschuldige Kindheit und Jugend!)

5) Welches Buch habt Ihr mehrmals gelesen?
Nesthäckchen und dann die 'Blitz der schwarze Hengst'- Bücher. Kennt die überhaupt noch jemand? Ich ahtte da ziemlich viele von.

6) Welches Buch habt Ihr Euch sehnlichst gewünscht, aber doch nie bekommen?
keins

7) Welches war Euer Lieblingskinderbuch?
Mrs Beastley Tierklinik - da war ein ganz langer Dackel, der immer entknotet werden musste und auf einer Seite war das ganze Haus aufgeschnitten abgebildet, das fand ich toll (irgendwie Wimmelbild für Arme *grins*)

8) Welches Kinderbuch hat Euch am wenigsten gefallen?
Irgendwas mit 'Jaqueline' im Titel, das fand ich richtig widerlich, die Bilder waren irgendwie komisch

9) Habt Ihr heimlich unter der Bettdecke gelesen?
Ich durfte lesen, warum also eine Taschenlampe?

10) Welches Kinderbuch habt ihr als Erwachsene noch einmal/mehrmals gelesen?
'Unser Haus im hohlen Baum' von Enid Blyton es war ein Erlebnis!!!

11) Welches Kinderbuch müßten Eure Kinder Eurer Meinung nach auch auf alle Fälle lesen?
Es gibt so viele neue, schöne, pädagogisch wertvolle, aber ich glaube, mit Astrid Lindgren kann man bestimmt nichts falsch machen. Die habe ich allerdings nie gelesen.

So weit weg ist meine Kindheit doch nicht!

Dienstag, 25. September 2012

Ein Gewinnspiel: Zebulon

Der Residenz Verlag nimmt euch mit an die Grenzen zwischen Realität und Einbildung, zwischen Leben und Tod. In Zusammenarbeit mit Blogg dein Buch gibt es deshalb ein ganz besonderes Gewinnspiel! Für alle die mitmachen, gibt es die Chance, den modernen psychedelischen Western „Zebulon“ zu erhalten und den Protagonisten Zebulon Shook auf seiner Reise in eine andere Welt zu begleiten. Und das bleibt nicht euer einziger Vorteil: Die Gewinner werden vom Residenz Verlag (http://www.residenzverlag.at) gebührend mit tollen Residenz-Bücherboxen belohnen. Dabei könnt ihr bis zu 15 Titel aus dem derzeitigen Programm des Residenz Verlages abstauben!
Zebulon Shook heißt der Held dieses Westerns ohne Helden: Nachdem er Lobo Bill im Kampf um eine Frau, halb Irin, halb Indianerin, erschießt, verlässt der abgebrannte Trapper und Fellhändler seine Hütte am Gila-Fluss in New Mexico und zieht Richtung Westen. Sein Weg führt ihn durch ein Land, in dem kein Gesetz herrscht und Amerika noch nicht begonnen hat. Dort fängt er sich eine Kugel ein, und als er tags darauf erwacht, weiß er nicht, ob er noch lebt oder nur ein Geist ist unter Geistern. Auf der Suche nach seinem Vater macht er sich auf nach Kalifornien, wo der Goldrausch Exzesse von Gier und Gewalt feiert und wird als notorischer Outlaw von den Kräften von Recht und Ordnung gejagt. Schließlich stößt er an die letzte Grenze, wo die Welt endet und etwas anderes beginnt ...
Hat euch die Neugier gepackt? Wenn ihr die tragische Geschichte von „Zebulon“ miterleben und zu den glücklichen Gewinnern gehören wollt, dann macht mit beim Blogg dein Buch - Gewinnspiel (http://www.bloggdeinbuch.de/event/13/zebulon-gewinnspiel/)!

Spiel des Lebens – Veit Etzold

Taschenbuch, Jugendthriller




Dies ist nicht der erste Jugendthriller, den ich gelesen habe, und es wird wohl auch nicht der letzte gewesen sein. Denn obwohl ich mich nicht so richtig mit dem Genre anfreunden kann, hören sich die auf den ersten Blick ziemlich interessant an.
Das Problem ist nämlich definitiv der Stil. Autoren, die bislang ‚Erwachsenenthriller’ geschrieben, verspüren anscheinend die Neigung, ihre Wortwahl dem Zielpublikum anpassen zu wollen und das ergibt in meinen Augen überhaupt wenig Sinn. Nur weil man sich bemüht, kurze Sätze mit einfachen Worten zu formulieren, macht man aus einem Thriller-Thema nichts jugendbegeisterndes, finde ich. Mich persönlich stößt das Wort ‚gucken’ zum Beispiel in einem Buch außerhalb der wörtlichen Rede ziemlich sauer auf. Das ist mir zu plump. Wenn dann einige Sätze später das Wort ‚Duktus’ auftaucht, bin ich, gelinde gesagt, irritiert. Zeigt der Autor so, dass er eigentlich ganz anders kann, hier aber gerade nicht darf? Oder hat er selbst keine klare Linie in seinem Stil?

Wie dem auch sei, Spiel des Lebens’ ist an sich ziemlich spannend gestaltet, gerade das letzte Viertel war sehr fesselnd. Aber mal ehrlich, wem war nicht nach dem ersten Viertel schon klar, wer der ‚Bösewicht’ ist? Auch hat mir die eigentliche Auflösung irgendwie nicht genug Tiefe und biete auch nur am Rande eine Erklärung. So halbwegs.

Insgesamt ein halbwegs spannender, gut konstruierter Thriller für jüngere oder weniger anspruchsvolle Leser. Ich hätte mir halt nur mehr stilistische Ausgegorenheit gewünscht.

Fazit?
Die Buchgestaltung ist außergewöhnlich, der Inhalt 08/15, aber nicht schlecht.

Der will doch nur spielen – Meg Cabot


Taschenbuch, Brief(?)komödie



Ich habe dieses Buch nicht wegen des Covers gekauft, obwohl der Hund ein bisschen niedlich ist (nur ein bisschen, weil er ein rosafarbenes Halsband trägt, obwohl man genau sehen kann, dass er ein Rüde ist, jawoll!).
Ich habe dieses Buch nicht gekauft, weil mir die ersten Sätze so gut gefallen haben, ich habe nämlich noch nicht einmal reingeschaut.
Ich habe dieses Buch aus einem einzigen Grund gekauft: es ist von Meg Cabot! Und wenn ich eine Autorin für leichte, lustige Unterhaltung schätzen gelernt habe, dann ist es ebendiese.

Der Schock kam genau in dem Moment, als ich das Buch aufschlug: es ist ein so genannter Briefroman. Kennen wir alle aus der Schule, nämlich ‚Die Leiden des jungen Werthers’. Also hockt sich da einer (oder auch mehrere) hin und schreibt Briefe, respektive heutzutage eher E-Mails und so, verpackt in dem Geschreibe eine Handlung, die gänzlich ohne Orts- oder ähnlichen Beschreibungen auskommt (kann auch ein Vorteil sein), dafür aber ständig über irgendetwas lamentiert, was gerade geschehen ist, also in der Vergangenheit und nicht jetzt im Moment.
Während aber niemand dem ollen Werther mal so etwas schreibt wie ‚jetzt geht ersteinmal kräftig einen saufen, damit du wieder klar kommst’, ist diese Version des Briefromans ein klein wenig dynamischer. Eigentlich sehr viel dynamischer. Oder um es auf den Punkt zu bringen: die 470 Seiten lasen sich wie im Flug und eine Unterbrechung habe ich nur selten geduldet (nein, ich schleppe meine Bücher nicht mit auf die Toilette). Und während der meisten Zeit habe ich innerlich gegröhlt vor Lachen. Weil diese E-Mails, Chats, Gesprächsprotokolle und Tagebucheinträge (auf Speisekarten zum Beispiel) so pointiert, so bildhaft und unglaublich amüsant sind, wie ich es selten erlebt habe. Spannend ist auch das Herausarbeiten der Hauptpersonen, die ja durch sich selbst beschrieben werden.
Frauenromane sind fast immer leichte Unterhaltung mit vorhersehbarer Handlung und stereotypen Figuren, aber durch diesen äußeren ‚Kniff’ und dem inneren Niveau (sprachlich absolut überzeugend und eine Wohltat) ist dieser Frauenroman ein absolutes Highlight!

Merke: wenn ‚Meg Cabot’ draufsteht, ist es egal, ob es um Geister, Vampire oder New-Yorkerinnen geht, ich freue mich auf wunderbare Stunden!

Fazit?
Hab ich doch schon geschrieben: absolute Leseempfehlung!


Vampire bevorzugt – Charlaine Harris


Taschenbuch, Vampirkrimi



Dies ist der 5. Teil der Sookie-Stackhouse-Reihe (vielleicht sollte ich mal die genaue Reihenfolge aufschreiben?) und hat mich total überzeugt. Stilistisch gefallen mir diese kleinen Dinge immer besser. Welche Dinge, mögt ihr fragen? Nun, zum Beispiel wird der Leser ab und zu direkt angesprochen, meist ist das dann eine besonders witzige Situation, so als Leser und auch überhaupt. Oder es gibt so kleine, lustige Bemerkungen. Das macht einfach einen ganz besonderen Charme dieser Bücher aus.

In diesem Teil spitzt sich die Lage mit den Kerlen ganz schön zu und ich habe während des Lesens schon mal versucht, eine Liste zu erstellen, die geschrieben jetzt so aussieht:

Männliche Wesen, die ziemlich an Sookie interessiert sind (also jetzt sexuell, nicht die, die sie umbringen wollen – und nein, das ist nicht das gleiche!)

2 Vampire
1 Gestaltwandler
1 Werwolf (obwohl, nun, am Anfang jedenfalls)
1 Werpanther
1 Wertiger

Damit erklärt sich auch endlich, warum Sookie zu Beginn der Reihe überhaupt keine Verehrer hat, da hatte sie nämlich nur mit Menschen ohne ‚Zusatzqualifikation’ zu tun – so weit ihr bekannt.
Jedenfalls knutscht die Gute nun ziemlich durch die Gegend (ich persönlich habe so ein oder zwei Favoriten) und das finde ich persönlich sehr interessant zu lesen. Zumal Charlaine Harris nie schmutzig-pornographisch wird. Und auch die Person Sookie als solche moralisiert nur wenig und steht auch zu Gedanken, die eine eher ‚dunkle Seite’ hervorbringen. So fand ich es angenehm, dass sie zu bestimmten Hassgefühlen und den daraus resultierenden Taten steht, ohne deswegen gleich als völlig abgestumpft gelten zu können.

Ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir übrigens Bubba, der immer mal wieder auftaucht.

Und noch etwas ist mir aufgefallen: wenn man so viele Bücher liest und hört wie ich, kann es schon einmal passieren, dass man bestimmte Charaktere nicht sofort zuordnen kann. Charlaine Harris hat eine durchaus dezente Art, Personen leicht erkennbar zu machen, meist nur durch kurze Nebensätze, auch, wenn die Person einem eigentlich schon sehr geläufig sein sollte. Ich fand es sehr hilfreich, bin ich doch zuweilen ein wenig unkonzentriert.

Fazit?
Wo ist der 6. Teil? Es macht einfach Spaß und lädt zum Träumen ein, so irgendwie.