Freitag, 31. Mai 2013

Jinx (Der verfluchte Liebeszauber) – Meg Cabot


Kindle, Jugendromantikkomödie



Manchmal muss es einfach etwas Leichtes, Beschwingtes sein, und da ist man bei Meg Cabot immer gut aufgehoben. So auch bei dem Buch ‚Jinx’. Natürlich ist die Geschichte ziemlich einfach gestrickt und die Ausdrucksweise dem Zielpublikum entsprechend locker bis flapsig – aber genau das ist es, was ich erwartet habe, also ist Alles gut.

Es ist ein Buch für Zwischendurch, relativ schnell durchgelesen und ohne Anspruch, dafür mit einem hohen Unterhaltungswert und echt witziger Situationskomik.

Fazit?
Ein Buch, das absolut hält, was es verspricht.

Schokolade für dich – Sheila Roberts


Taschenbuch, Romantikkomödie



Der Inhalt
Eine junge Frau versucht, das Familienunternehmen zu retten.

Die Voraussetzung
Es gibt Bücher, die brauchen gewisse ‚Umweltfaktoren’. So habe ich zum Beispiel festgestellt, dass es eher kontraproduktiv ist, wenn man ein Buch über die Wüste, sengende Hitze und Verdurstende in der prallen Mittagshitze auf dem Liegestuhl liest.
Deshalb mein dringender Rat für ‚Schokolade für dich’: Schokolade sollte vorrätig und greifbar sein. Schon nach den ersten Seiten bekam ich solch einen Heißhunger, dass ich mich kaum noch konzentrieren konnte. Ich würde empfehlen, dieses Buch in der Süßigkeitenabteilung anzubieten, damit Frau gleich bescheid weiß. Vielleicht mit einem Hinweis ‚Nicht zu empfehlen bei ernsthaften Diätabsichten!’?

Meine Meinung
Dies ist ein ‚Hach-Buch’ allererster Güte. Man lacht, man weint, man träumt mit den Protagonistinnen, die allesamt sympathisch sind. Alle haben ihre Schwächen, alle haben ihren ganz eigenen Charme und ich war von Anfang an mitten im seelischen Geschehen. Wobei die Liebesgeschichte(n) eher zweitrangug ist, es geht darum, wie Frauen eben so sind. Zielstrebig, kopflos, emotional, romantisch, kämpferisch, verschusselt, selbstzweiflerisch – all das findet man hier. Und es hat mich begeistert.
Witzig fand ich auch die Kapitelüberschriften, die einfach nur banal sind und doch so wahr.
Stilistisch ist es natürlich in den Unterhaltungsbereich zu setzen, aber es liest sich einfach gut und flüssig. Nichts stört den Genuss, so wie es bei Schokolade, äh, einem guten Unterhaltungs-Hach-Roman sein soll.
Und an keiner Stelle wird es schnulzig – das hat mir gut gefallen.

Fazit?
Ein wunderbares Buch für gemütliche Stunden auf dem Sofa mit einer guten Tasse Kaffee und reichlich Schokolade. Und wenn es auch der Figur nicht förderlich ist, so auf alle Fälle dem Gemüt. Denn gute Laune verbreitet es auf alle Fälle. Eine perfekte Romantikkomödie!

Ich danke bloggdeinbuch und Mira-Taschenbuch für das Rezensionsexemplar. Bestellt werden kann es auch hier

Mittwoch, 29. Mai 2013

Opfer – Cathi Unsworth


Taschenbuch, Kriminalroman



Ich gebe es zu, ich hatte arge Probleme mit diesem Buch. Zu viele Personen, zu viele Namen, ich war völlig irritiert. Aber als ich mich erst einmal einigermaßen zurecht gefunden habe, da war ich fasziniert. So spannend habe ich selten ein Buch gefunden, und die zwei Handlungsebenen mit den ständigen Ortswechseln haben ein rundes Bild abgegeben. Die ‚Fehler’ der Vergangenheit spielen so unmittelbar in die Ereignisse der Gegenwart mit, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Weil die Auflösung beider Ebenen so ineinander verwoben sind.

Cathi Unsworth hat in diesem Buch gezeigt, was stilistische Mittel wie Wechsel der Ebenen bewirken können, nämlich eine fast atemlose Spannung, die nur bedingt auf reißerischen Szenen zurück zu führen ist, sondern vielmehr auf die Parallelität der Ereignisse und der ‚große Zusammenhang’.

Der Titel ‚Opfer’ regt mich zum Nachdenken darüber an, wer eigentlich das Opfer in dieser Geschichte ist. Vordergründig sicherlich nur eine Person, aber ich denke, das kann man durchaus auf andere ausweiten. So etwas gefällt mir, nicht der platte Kampf Gut gegen Böse, sondern die Grauabstufungen, die doch sehr viel realistischer sind.

Fazit?
Als Kriminalroman sicherlich überzeugend, doch ist es kein Allerweltskrimi!

Im Land der weiten Fjorde – Christine Kabus


Taschenbuch, Norwegenroman



Das Interessante an diesem Buch ist die Liebe der Autorin zu Norwegen, einem Land, über das ich mir persönlich nie viele Gedanken gemacht habe. Und es gelingt Christine Kabus durch die Landschaftsbeschreibungen so etwas wie Fernweh beim Leser zu wecken. Das hat mir gut gefallen.
Außerdem ist es insgesamt eine interessante Geschichte, die mich persönlich angesprochen hat.

Allerdings gefällt mir der meiner Meinung nach sehr betuliche zuweilen extrem rührselige Schreibstil überhaupt nicht. So sind besonders die Abschnitte, in denen es um zweifellos tiefe Gefühle geht, eher schnulzig gehalten. Auch die Dialoge habe ich als gestelzt empfunden, so, als fehle den Personen die Seele und sie würden sich wie schlechte Schauspieler unterhalten. Das finde ich sehr schade, denn es zerstört für mich einfach diese gute Idee.

Neben den stilistischen ‚Einbrüchen’ gibt es noch einen Punkt, der mir sauer aufstößt, und zwar das Gefühl, dass einfach zuviel in die einzelnen Personen und Geschehnisse gepackt wurde. So hat Lisa natürlich erst einen Freund, nur um dann im Stallburschen ihre große Liebe zu finden, der natürlich nicht Stallbursche ist, sondern… Und alle sehen ganz unglaublich gut aus und haben den besten Charakter. Im Gegensatz dazu gibt es eher am Rande die ‚Bösen’, deren Rolle in diesem ‚Spiel’ aber eher klein geredet wird. So wird viel gerechtfertigt und verziehen, aber mir persönlich fehlt der kritische Moment. Meiner Meinung nach hat sich Christine Kabus hier irgendwie aus der Affäre gezogen, was mich enttäuscht hat.

Doch bei all dem Negativen möchte ich betonen, dass es ein unterhaltsames Buch mit sehr vielen Informationen aus dem Alltäglichen ist.

Fazit?
Eine gute Idee, der es in der Umsetzung an dem gewissen Etwas mangelt. Und ich glaube, ich möchte mal mit einem Postschiff fahren.

Feurige Schatten (Lady Alexia 4) – Gail Carriger


Audible, ungekürzt, Steam Punk, gelesen von Tanja Fornaro



Es gibt durchaus Serien, die nicht ihren Reiz verlieren. Was nur bedingt an der Handlung liegen muss, denn es ist sicherlich schwierig für einen Autoren, immer wieder neue, spannende oder zumindest interessante Situationen zu entwickeln. Doch, das ist so. Wenn man allerdings wie hier auf eine stilistische Meisterschaft und wunderbare Charaktere zurückgreifen kann, dann verzeiht man als Leser/Hörer so einiges. Mir erging es jedenfalls so.
Nein, auch dieser vierte Teil ist nicht langweilig, versteht mich nicht falsch, aber mehr noch als die ersten drei Teile lebt es einfach von den bereits bekannten Marotten der Protagonisten. Alleine der Ausdruck ‚ungeborenes Ungemach’ ist fast ein running gag und somit immer wieder ein Lächeln wert. Und so etwas geschieht dauernd. Auch, was die Ausmaße der Hochschwangeren betrifft, fallen so unglaublich witzige Bemerkungen, dass man einfach nicht anders kann als sich zu amüsieren.
Außerdem habe ich festgestellt, dass die Formulierungen nie ins Klischeehafte oder Abgekupferte abdriften. Vielmehr ist es immer frisch und unterhaltsam.

Und Tanja Fornaro liest wie gewohnt geradezu kongenial.

Fazit?
Auch dieser Teil ist absolut hörenswert und macht Lust auf eine weitere Fortsetzung.

Der Totenkünstler – Chris Carter


Taschenbuch, Thriller



Natürlich hat auch dieser vierte Teil der Robert-Hunter-Reihe seine spannenden oder zumindest interessanten Momente, aber so wirklich fesselnd fand ich ihn nicht.
Denn es nutzt sich der Ausdruck ‚so etwas Schreckliches hatten sie noch nie gesehen’ irgendwann extrem ab, wenn er in jeder Beschreibung eines Tatortes geradezu inflationär benutz wird. Schließlich waren die Mörder in den anderen Teilen auch nicht zimperlich, wenn auch vielleicht nicht so ‚unsauber’. Aber um Himmels Willen, und mal ehrlich, mein Kopfkino hat mir keine schrecklicheren Bilder gezeigt. Es ist ein Thriller. Da rechnet man mit den abartigsten Dingen. Und die moralische Empörung kommt eher aufgesetzt rüber.

Nein, Chris Carter liefert einfach reißerische Unterhaltung auf stilistisch gutem Niveau, vielleicht mit dem einen oder anderen Überraschungsmoment. Aber wirklich neu und faszinierend ist da meiner Meinung nach nichts mehr.

So lange sich Thriller nur noch damit hervortun, dass der Autor bloß neue Varianten des Tötens erdacht hat, die dann auch nur noch in Kleinigkeiten variieren, verliere ich die Lust.
Denn selbst die psychologische Seite ist am Ende doch wieder nur die Wiederholung von Bekannten.

Fazit?
Wie schon beim dritten Teil: ich brauche keinen weiteren Thriller von Chris Carter!

52 Bücher - 19. Woche


Vor lauter Rezensionen hätte ich beinahe das wöchentliche Thema vergessen, tz :no:

Es lautet: Wenn der Vater mit dem Sohne...

Und siehe da, ich habe überhaupt keine Idee, denn alle Bücher, die mir so vor dem inneren Auge gegenwärtig sind, handeln eher von Müttern und Töchtern. Aber spontan sind mir die Bücher von E.O. Plauen eingefallen, tja, und so sieht das aus:


E.O. Plauen hieß eigentlich Erich Ohser, durfte aber unter diesem Namen nicht veröffentlichen, weil nämlich, nunja, er war nicht gerade konform mit der damals herrschenden Meinung und er war mir zwei Erichs befreundet, die das auch nicht waren. So ergibt sich der Name aus seinen Initialen und seiner Heimatstadt.

Interessant finde ich, dass seine Bildergeschichten bereits 1934 entstanden und sogar heute erstens noch verlegt und zweitens sogar als Unterrichtsmaterial verwendet werden. Dort dienen sie unter anderem dazu, Aufsätze zu inspirieren. Man könnte doch meinen, dass sie völlig überholt sind, quasi antiquarisch, aber dem ist nicht so. Das liegt daran, dass das Verhältnis zwischen Vater und Sohn als solches zeitlos ist - eine schöne Idee wie ich finde.

Leider endete das Leben von Erich Ohser sehr dramatisch 1944 und ich finde es deshalb besonders schön, dass seine Bücher immer noch da sind und gelesen bzw. angeschaut werden. Tot ist schließlich nur der, der vergessen wird.

:wave:

Samstag, 25. Mai 2013

52 Bücher - 18. Woche


Diesmal geht es um:
Weltuntergang oder mach doch, was du willst

Tja, das ist nun überhaupt kein Thema für mich. Zwar kenne (und liebe) ich 'Per Anhalter durch die Galaxis', aber gelesen habe ich es immer noch nicht. Natürlich könnte ich die Mars-Chroniken erwähnen, aber die habe ich auch nicht gelesen, sondern nur die Serie gesehen, vor etwa hundert Jahren. Aber hier wird schon klar, warum ich mit diesem Thema nicht so richtig klar komme. Weltuntergang ist ein Sciene-Fiction-Thema. Und das ist nicht mein Genre. Höchstens als Film.
Aber wenn man den Begriff etwas weiter fasst, also als den Untergang der Welt wie wir sie kennen, dann kommt man schnell zum Dystopie. Und da habe ich schon ein paar Bücher gelesen, zum Beispiel 'Starters' von Lissa Price. Oder jetzt als letztes 'Der Übergang' von Justin Cronin.
Aber so richtig kann ich mich mit dem Genre nicht anfreunden. Denn ich frage mich dabei immer, welche Überlebungschance ich eigentlich hätte. Und das macht mir zuweilen Angst.

Da finde ich den zweiten Teil des Themas besser, denn 'mach doch, was du willst' heißt für mich: ich lese die Bücher, die mich gut unterhalten.
Aber Danke für den Fisch :wave:

Dienstag, 21. Mai 2013

Mord in Abercrombie Village – Angela Waidmann


Taschenbuch, Jugendgruselkrimi



Oh ja, es ist gruselig und es ist spannend, dieses Jugendbuch.
Stilistisch muss ich leider ein paar Abstriche machen, nicht wegen der Jugendsprache, die sich in Grenzen hält, sondern eher wehen Kleinigkeiten, die mir beim Lesen einfach sauer aufgestoßen sind.
Aber Alles in Allem ist es ein sehr schönes Buch mit netten Protagonisten, viel gruseliger Stimmung und viel Spannung und genau das, was mich vor über dreißig Jahren sicherlich nachhaltig begeistert hätte.
Leider ist dies der zweite Band einer Reihe, was ich für mich selbst sehr schade finde, da ich gerne wüsste, wie Alles begann und vor allem, wie es weitergeht.
Da es sich hier aber um einen Zufallsfund handelt, werde ich wohl mit meiner Unwissenheit leben müssen.

Fazit?
Mir hat es gut gefallen.

Daniel Taylor – Monica Davis


Audible, ungekürzt, Fantasy, gelesen von Nicolas Artajo

:DD(:DD)

Die Geschichte um Daniel Taylor umfasst drei Teile und zwar:
Daniel Taylor und das dunkle Erbe
Daniel Taylor zwischen zwei Welten
Daniel Taylor und das magische Zepter

Da alle drei Teile nur jeweils etwa vier Stunden lang sind, mache ich die Rezension für die komplette Geschichte.

Von der Grundidee ist das Abenteuer, das Daniel Taylor erlebt, zwar aus relativ bekannten Teilen zusammengesetzt, aber doch auch irgendwie neu, und deshalb fand ich es insgesamt sehr interessant.
Stilistisch bedient sich Monica Davis einer normalen Sprache ohne Schnörkel. Das passt gut zum Inhalt und zu den Protagonisten.

Nicolas Artajo liest mit einer sehr jugendlichen Stimme, die er aber durchaus in angemessenen Nuancen einsetzt. Dabei kommt es weder zu Highlights noch zu Einbrüchen – obwohl er manchmal ein wenig gelangweilt klingt, oder auch eintönig. Aber das ist gut zu ertragen.

Fazit?
Für den Preis (1,95 €) pro Folge eine nette Sache für Zwischendurch. Wer keine allzu hohen Ansprüche stellt, wird gut unterhalten.