Dienstag, 30. Juli 2013

Meine Urlaubslektüre 2013

Ich bin ja dieses Jahr ein bisschen länger unterwegs und deshalb habe ich mir folgende Bücher als Urlaubslektüre zurecht gelegt:



Als Hörbücher habe ich dabei:

Die Hörbücher sind alle von audible.de und ungekürzt.

Natürlich glaube ich nicht, alle Bücher und Hörbücher zu schaffen, aber das ist die Auswahl, die ich dabei habe.
Die Rezensionen gibt es dann Ende August/ Anfang September, und dann wird es sich zeigen, wieviel Zeit ich zum Lesen und Hören hatte!

Montag, 29. Juli 2013

Der Altmann ist tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln


CD, Humor, gelesen von Joseline Gassen (Frl. Krise) und Carolin Kebekus (Frau Freitag)

:DD:DD:DD
(5 Sterne)

Inhalt
Ein Lehrer stirbt und Frl. Krise und Frau Freitag wollen den Mord an ihrem Kollegen aufklären.

Der Hintergrund
Sowohl Frl. Krise (‚Ghetto-Oma’) als auch Frau Freitag (‚Chill mal, Frau Freitag’ und ‚Voll streng, Frau Freitag’) arbeiten an einer Berliner Schule mit einem ganz speziellem Klientel. Doch scheinen sie daran nicht zu verzweifeln, sondern im Gegenteil sind sie mit echter Liebe zum Beruf und ihren Schüler gesegnet. Ihr liebevoller Blick auf die Schüler hat mich bereits bei ‚Ghetto-Oma’ begeistert und deshalb war ich auf dieses Hörbuch besonders gespannt.

Meine Meinung
Frl. Krise und Frau Freitag stolpern durch diesen Kriminalfall wie kaum ein Ermittlerduo zuvor. Mit hanebüchenen Vorstellungen und Ideen lösen sie natürlich den Fall und begegnen immer mal wieder alten Bekannten, was ich richtig schön fand. Ja, der Wiedererkennungwert ist hoch und ich habe jetzt richtig Lust, die Bücher von Frau Freitag zu lesen.
Stilistisch ist das Hörbuch natürlich, genau wie die vorhergehenden Bücher, voller Slang und Dialekt, und damit ein Spiegelbild der Umstände. Also keine Weltliteratur, aber einfach angemessen. Und ein netter Zeitvertreib obendrein. Natürlich gibt es auch spannende Momente, aber die finde ich eher nebensächlich. Es geht um Charakterköppe! Und das können die beiden Lehrerinnen wirklich gut. Jede Figur hat man sofort vor Augen, mit all ihren Macken und Stärken (Bin ich schon wieder beim Inhalt? Vallah!), schon deshalb ist dieses Hörbuch wunderbar dafür geeignet, um in die Geschichte abzutauchen und quasi mit dem Kopfkino vor Ort zu sein.
Gefallen haben mir auch die Wechsel der Sprecherinnen und hier besonders die eingeschobenen Dialoge. Wie im echten Leben, wunderbar. Leider weiß ich nicht, wie das im gedruckten Buch aussieht.

Joseline Gassen und Carolin Kebekus
Beide Leserinnen geben ihre Seele in die Charaktere und haben mich vollkommen überzeugt. Da wird professionell gelesen, ohne Einbrüche, ein tolles Niveau, über das ich mich gefreut habe.
Aber wer spricht Onkel Ali?

Der Vergleich
Ab und zu taucht die Frage auf, ob man ein Buch lieber lesen oder besser hören sollte. Ich glaube, bei diesem Buch ist die Hörbuchfassung durchaus ein Gewinn, weil er den beiden Protagonisten über das geschriebene Wort hinaus Tiefe und Charakter verleiht.

Eine Empfehlung
Da einige Personen dabei sind, die man aus den ersten Büchern kennt, kann es nicht schaden, auch diese zu lesen oder zu hören.

Fazit?
Es handelt sich hier um eine leichte Unterhaltung, etwas für mal nebenbei, allerdings auf alle Fälle wohl durchdacht und liebevoll gestaltet. Das hat mir Freude bereitet.
Und das Ende lässt vermuten, dass Frl. Krise und Frau Freitag mindestens noch ein Mal ermitteln werden, ich wünsche es mir auf alle Fälle!


Vielen Dank an bloggdeinbuch und Argon Verlag für das Rezensionsexemplar.
Bestellt werden kann es auch hier

Die falsche Spur - Stefanie Viereck


Taschenbuch, Krimi



Inhalt
Die Erinnerung an ein Kindheitserlebnis beschäftigt Lena Vogel nachhaltig.

Der Stil
Anfangs und ach zwischendurch hat mich der Stil irritiert, manchmal sogar gestört. Natürlich schreibt Stefanie Viereck mit wohlgewählten Worten und einem rundum stimmigen Satzbau. Allerdings macht es zeitweise einen betulichen, irgendwie antiquierten Eindruck, der die Erzählerin älter erscheinen lässt, als sie ist. Außerdem gibt es in diesen Buch nicht einmal den Anflug von Humor oder Komik. Trist und ernst, dabei aber natürlich auch eindringlich, wird berichtet, zum Teil ohne jegliche Anteilnahme seitens der Ich-Erzählerin.

Die Protagonisten
Alle Personen, die in diesem Buch auftauchen, kamen mir grau vor. Nein, nicht farblos, einfach nur grau im Sinne von: Traurigkeit, schreckliche Erinnerungen und so weiter. Die Stimmung ist herbstlich, kühl und ein bisschen regnerisch. Und so sind auch die Personen. Abgesehen davon, dass Lena Vogel alle Anzeichen einer ausgewachsenen Depression aufweist, sind auch die anderen Figuren im besten Fall leicht verzweifelt. Sicher haben sie alle schwere Schicksale zu tragen, sicher ist es insgesamt stimmig, aber mir fehlte ein deutlicher Lichtblick beziehungsweise ein Sympathieträger.

Meine Meinung
Die Geschichte und ihre Entwicklung ist interessant, wenn auch nicht spannend im klassischen Sinne. Ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, bei der Stange zu bleiben. Allerdings lohnt es sich, denn die 'Auflösung' lässt mich nicht so richtig los und ich werde wohl noch eine Weile im Banne der Geschichte sein.
Denn bei jeder Kritik, dieser Krimi ist sehr vielschichtig, voller Psychologie und Analyse. Damit hebt er sich angenehm von den 08/15 Krimis ab und ist ein echtes Highlight in der deutschen und auch internationalen Krimiszene.

Fazit?
Kein einfaches Buch, aber es lohnt sich.

Ich danke dem Pendragon Verlag für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 25. Juli 2013

Feuerspiel (Steam & Magic) – Cindy Spencer Pape


E-Book (Skoobe), Steam Punk



Dieses Buch braucht die Welt nun wirklich nicht. Jedenfalls nicht als Vertreter des Steam Punks! Ernsthaft, als normaler Liebesroman hätte er mich eventuell vor zehn Jahren begeistern können, aber als Fantasy (Vampire, Werwölfe) oder Steam Punk (Dampfmaschine und Lord Babbage) ist es unsagbar schlecht. Es fehlt der elegante Stil, den ich von Lady Alexia gewohnt bin, es fehlt das richtig Mystische, es fehlt das technische Brimborium, dass zwar erwähnt wird, aber nicht so, dass es außergewöhnlich wirken würde.

Reduziert man also ‚Feuerspiel’ (keine Ahnung, warum es so heißt) auf das Wesentlich, hat man einen einfach gestrickten Liebesroman mit den üblichen Verdächtigen bzw. den Klischees, von denen dieses Genre lebt. Dazu noch ein paar schrecklich gewöhnliche Sexszenen, die so abgeschrieben wirken, wie es nur möglich ist, und ich beschreibe dieses Buch perfekt. Langweilig, vorhersehbar, schlecht geschrieben.

Fazit?
Nicht empfehlenswert.

Die Brezn-Königin – Emma Sternberg


Taschenbuch, Frauenkomödie



Nachdem ich über dieses Buch des Öfteren im Internet ‚gestolpert’ war, habe ich es mir schließlich gegönnt, sozusagen als Belohnung (weil ich so brav gewesen war und mir nur Sachen gekauft habe, die ich wirklich brauche!).

Und genau so ein Buch ist es auch. Ein Buch, mit dem man sich nach einem anstrengenden Tag auf das Sofa packt und vielleicht doch noch ein Stück Schokolade isst. Und dann liest man die ersten Worte und wie ein Wasserstrudel zieht es einem mit sich. Natürlich ist die Geschichte als solche ziemlich vorhersehbar, aber die Charaktere sind wirklich liebenswert und überzeugend und ganz menschlich.

Der Stil ist so, als erzählte einem eine Freundin die neuesten Ereignisse aus ihrem Leben, einfach unkompliziert und mit Händen und Füssen. Der Dialekt, der sehr sparsam eingesetzt wird, ist nett und authentisch. Natürlich gibt es auch ein Glossar, aber das habe ich so gut wie gar nicht gebraucht, meist ergibt es sich eh aus dem Zusammenhang. Und so fremd ist selbst mir das Bayerische nicht ;)

Fazit?
Ein Hach-Buch mit Urlaubscharakter.

Ich hab dich im Gefühl – Cecelia Ahern


Audible, gekürzt, Frauen, gelesen von Maja Schöne und Andreas Pietschmann



Cecelia Ahern trifft einfach den ganz bestimmten Punkt, wenn es um Gefühle (also Liebe) und seltsame Anziehungskräfte geht. Dabei vergisst sie nicht, die Charaktere so zu beschreiben, dass man sie geradezu lieb gewinnt. Das macht Freude und unterhält gut.
Vielleicht liegt es an der gekürzten Fassung, aber so richtig überzeugt hat mich dieses Buch nicht. Vielleicht liegt es auch an der etwas mühsam wirkenden Thematik –man kann es einfach auch übertreiben.

Stilistisch ist dieses Buch guter Durchschnitt und zeugt von einer gewissen Bildung. Das hat mir gefallen.

Maja Schöne und Andreas Pietschmann lesen gut und routiniert, ohne aufdringlich zu sein, so, wie es sein sollte.

Fazit?
Nett für zwischendurch, aber Cecelia Ahern kann es besser!