Donnerstag, 31. Oktober 2013

Der Dämon (Fallen Angels 2) - J.R. Ward


Klappbroschur, Fantasy (Engel)



Die Serie
Die Fallen-Angels-Serie von J.R. Ward zeichnet sich meiner Meinung nach durch eine Mischung aus 'Jack Reacher', Fantasy und Liebesgeschichte aus. Der eher flapsige Stil spricht mich dabei genauso an wie die Selbstironie. Allerdings nutzt sich das im Laufe der einzelnen Bücher ein wenig ab und ich denke als Leser bereits manche Sätze im Vorraus. Das kann nerven.

Der Dämon...
ist er zweite Teil der Reihe und beginnt nahtlos da, wo der erste endete. Ja, man sollte diese Reihe wirklich nach Reihenfolge lesen. Und obwohl man sagen kann, dass die einzelnen Teile in sich abgeschlossen sind, ohne einander wirken sie wohl eher wirr.

Meine Meinung
Durch die Mischung (s.o.) habe ich dieses Buch als sehr angenehm zu lesen empfunden. Nicht bloßes Liebesgeschnulze, nicht bloß 'hau drauf', nicht bloß Ironie, das gefällt mir gut. Die Fantasy-Anteile sind eher dezent gehalten, bis auf die Szenen, in denen es sehr brutal wird. Nichts für zarte Gemüter oder jugendliche Seelen, meiner Meinung nach. Wäre es eine TV-Serie, würde es sicher eine FSK von 16 Jahren geben.
Mich stört das nicht weiter, bildet sich daraus doch ein guter Gegensatz zu der Liebesgeschichte, die ein bisschen romantisch ist (aber auch etwas brutal). Mir gefällt die Reihe, aber ich habe nicht das Gefühl, den nächsten Teil ganz schnell hinterher schieben zu müssen. Das kann warten.
Aber wenn ich 'Lust' auf genau diese Art von Unterhaltuing habe, weiß ich, wo sie auf mich wartet, denn J.R. Ward zieht dieses Schema durch.

Fazit?
Wenn man den ersten Teil mag, kann man sich auch über diesen Teil freuen.

Die kleine Buchhandlung vor Ort

Kleine Anekdote
Als ich vor vielen, vielen Jahren mal in einer Buchhandlung bemerkte, dass ich einen Titel bereits kennen würde, allerdings von einem anderen Autor, zickte mich die Buchhändlerin an, das könne gar nicht sein, da jeder Titel nur einmal vergeben wird. Sie hatte nicht Recht. Und heutzutage ist das wohl eher utopisch.

Gibt man z.B. das Wort 'Dämon' bei amazon ein, hat man gleich mehrere Treffer (mit leicht abgewandelter Schreibweise). Weiterer Effekt dieses Intermezzos: ich fürchte mich vor dem vernichtenen Schlag von Buchhändlern, die meinen, sie wüssten ALLES besser als ich. Da flüchte ich gerne in die Anonymität anderer Plattformen.

Und an diese Geschichte muss ich immer denken, wenn jemand schreit: Unterstützt die Buchhandlungen vor Ort.

In meiner Stadt gibt es inzwischen nur noch 3 1/2 Buchhandlungen. Die Halbe ist die Bahnhofsbuchhandlung, die zwar ein großes Angebot an Büchern hat, sich diese aber eher auf Bestseller bezieht und einem Durchreisenden einfach nur Unterhaltung bieten möchte. Ist aber nicht abwertend gemeint.
Also drei Buchhandlungen.

Zwei davon sind alteingesessen, eine davon gut besucht mit regelmäßigen Veranstaltungen, allerdings eher hochnäsiges Personal. Entweder man wird gar nicht bedient oder herablassend behandelt. Die Auswahl ist eher bescheiden, aber bestellen funktioniert bestens zum nächsten Tag. Auch bekommt man dort allerlei anderes Geboten, wie z.B. Postkarten und christliches Gedöns.

Die andere zeichnet sich über eine tolle Schaufenstergestaltung aus, nicht, weil sie so geschmückt ist, sondern weil man dort viele, viele Bücher sieht, mit Schwerpunkten und netten kleinen Preisschildern. Ich liebe se, dort mal genauer hinzuschauen. Drin war ich allerdings höchstens fünf Mal in meinem Leben. Es ist ein kleiner Raum, vollgestopft mit Büchern und Regalen (sinnvoll in einer Bibliothek, verkaufstechnisch eher das Grauen) und es ist nie jemand drin. Außer dem netten Buchhändler. Irgendwie stimmt das Ambiente nicht. Und ich habe mich schon oft gefragt, wie sich das rentiert.

Die dritte gehört zu einer Kette. Die Räumlichkeiten sind riesig, man wird fast erschlagen von dem dortigen Angebot, kommt kaum durch die Gänge, aber es gibt wirklich ALLES! Angefangen vom Eierbecher bis zu abgedrehten Fachbüchern, hier kriegt man es. Das Fachpersonal ist bemüht, manchmal unfreundlich, manchmal supernett, kommt ganz auf die Tagesform an. Und es gibt sogar eine Lümmelecke mit Büchern, die man lesen kann. Und Kaffee.

Wenn ich einfach mal so bummeln will oder Buch-Zubehör suche, gehe ich in die mit dem großen M (nein, nicht Mc...). Dort geht es anonym zu, ich werde nicht sofort nach meinen Wünschen gefragt, sondern erst, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Sehr angenehm.
Wenn ich eher spontan mal schauen möchte, ob ein bestimmtes Buch da ist, gehe ich in die erste Buchhandlung, nur um immer wieder festzustellen, dass ich mich dort nicht wohlfühle.
Wenn ich nicht das finde, was ich suche (ohne zu fragen oder bestellen zu lassen), dann gehe ich in die zweite. Die haben das Gesuchte dann zwar auch nicht, aber ich weiß dann, dass ich es aus Bequemlichkeit doch lieber online bestelle, weil ich keine Lust habe, am nächsten Tag erneut in die Stadt zu müssen.

Unfreundlichkeit + unbequem => online.

Wenn jemand fordert: 'Unterstützt die Buchhandlungen vor Ort!' dann muss vor Ort auch etwas adäquates vorhanden sein. Für jemanden wie mich, der meist gebrauchte Bücher kauft, die nicht unbedingt auf Bestsellerlisten zu finden sind, oder solche, auf die etablierte Buchhändler eher naserümpfend reagieren oder keine genauen Aussagen machen wollen/können (z.B. über Erscheinungstermine), die gerne auf Bücher wartet, aber dafür nur bedingt insgesamt zwei Stunden Fußweg investieren will, der ist online einfach besser bedient. Vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken, in mich gehen und meine Meinung ändern. Aber momentan ist es so, wie es ist.

Was meint ihr dazu?

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ich bin ok, du bist ok - Thomas A. Harris


e-Book, Sachbuch, Psychologie



Warum?
Ich las dieses Buch (ich mag keine Sachbücher), weil in einer Gruppe darüber gesprochen werden sollte und ich es blöd fand, wenn ich mir nicht ein eigenes Urteil gebildet hätte. Und im Nachhinein war das gar keine so schlechte Idee ;)

Meine Meinung
Es liest sich ganz gut und auch jemand, der überhaupt keine Ahnung von Psychologie hat, kann gut einsteigen. Manchmal wird es mir zu euphorisch, da der Autor der Meinung ist, mit seinem Prinzip die ganze Welt retten zu können. Schrauben wir diesen Anspruch ein wenig runter, dann gibt dieses Buch einen guten Eindruck, was im menschlichen Gehirn so abgeht. Natürlich wird einem jeder Psychologe/Psychiater sagen, dass es veraltet ist (erschienen ist es in den 70er des letzten Jahrhunderts) und es inzwischen natürlich neuere (= bessere) Ideen gibt.Dem kann man natürlich zustimmen, doch ist das hier nicht die Frage.
Ich finde die Grundidee (in groben Zügen bereits von Freud dargelegt) gut und die relative Einfachheit des Umgangs mit der Transaktionsanalyse lässt den Leser mit einem möglichen Schlüssel zurück, um zu begreifen, was im 'normalen' Leben vorgeht.
Und was ich erstaunlich fand, war die Tatsache, dass man sich dafür nicht auf die Couch zu legen braucht. Sobald sich zwei Menschen treffen, kann man es einfach ausprobieren. Und ich habe den Verdacht, das wird zu manchen Heiterkeitsausbruch führen.

Fazit?
Mich hat dieses Buch inspiriert.


Deathbook Episode 6 - Andreas Winkelmann



e-Book, Thriller, Multimedia



Dieser Teil fängt echt übel an, aber so richtig!
Ja, ich komme langsam in echte Schwierigkeiten, weil es mir zu echt ist.

Auf der anderen Seite ist es ein langsam an Fahrt gewinnender Thriller, was natürlich gut ist.

Fazit?
Ich bleibe dabei: das Prinzip ist toll!
Doch stoße ich als Leser langsam an meine Grenzen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Das Geheimnis der Lady Audley - Mary Elizabeth Braddon


Taschenbuch, historischer Krimi



Der Inhalt
Die neue Lady Audley hütet ein finsteres Geheimnis.

Der historische Hintergrund
Was mich von Anfang an für dieses Buch begeistert hat, war die Tatsache, dass es sich um den allerersten britischen Krimi handelt und so etwas wie ein Bestseller war. D.H. sehr viele Menschen haben dieses Buch, das 1862 erschien, geradezu verschlungen, weiterempfohlen und geliebt. Bei all dem, was heutzutage an Krimis angeboten wird (und Thriller kann man gleich dazurechnen), es hat genau hier seinen Ursprung!

Der Stil
Ich weiß nicht, inwieweit Anja Marschall hier eingewirkt hat, mich überzeugt jedoch der Stil als solcher, weil ich ihn passend für die viktorianische Zeit empfinde. Es ist eine Menge schwülstiges Zeug zu lesen, und auch, wenn es nur um Beschreibung eines Hauses geht. Aber es liest sich gut und flüssig. Und es erhöht fühlbar das Niveau der eigenen Gedanken.

Die Protagonisten
Mary Elizabeth Braddon hat einen derartig liebevoll-ironischen Blick auf ihre 'Gestalten', dass ich sofort ein Bild von Allen im Kopf hatte. Und teilweise laut auflachen musste. Robert ist dabei mein absoluter Favourit, erkenne ich in ihm doch einen 'Sherlock Holmes' und einen 'Columbo'. Alle anderen erinnern mich sehr an Figuren von Jane Austen, die natürlich früher lebte und schrieb. Daher sollte ich wohl besser auf Charles Dickens verweisen. Ja, das kommt besser hin, obwohl hier das schwülstig-romantische fehlt. Am besten eine Mischung aus beiden!?

Meine Meinung
Nach heutigen Gesichtspunkten ist dieser Krimi natürlich zu einfach zu lösen, zu schwülstig geschrieben und hat wenig Spannungselemente.
Aber wer sich die Mühe macht, sich in die Zeit von 1862 hineinzuversetzen, sich mit der Autorin auseinandersetzt und das Buch liest, wie es damals gemeint war, der hat, wie ich, eine wundervolle Lektüre voller Ironie und historischer Momente. Auch der ab und zu auftauchende Ich-Erzähler (ich glaube, das kenne ich höchstens aus Kinderbüchern) ist ein tolles Stilmittel und verstärkt den Eindruck des beinahe liebevollen Umgangs der Autorin mit ihren Protagonisten.
Außerdem hat es mich doch sehr erstaunt, mit wie viel Sachverstand Mary Elizabeth Braddon an die psychologischen Aspekte herangeht. Fast könnte man meinen, sie hätte schon einmal einen Psychothriller gelesen, halt nein, eher spricht wohl eigene Erfahrung aus ihren Zeilen. Ja, es lohnt sich, ihren Lebenslauf zu betrachten, denn sie ist auf gar keinen Fall eine gelangweilte alte Jungfer, die mal eben ein Buch zusammengeschrieben hat.
Und ich finde es toll, dass sich der Dryas Verlag an dieses 'Relikt' herangetraut und es nun in 'zeitgemäßer' Form veröffentlicht. Ganz zu schweigen von der liebevollen Gestaltung.

Fazit?
Es lohnt sich!


Um dieses Buch genießen zu können
Stellt euch vor, ihr seit mitten in einem viktorianischem Wohnzimmer, ich meine natürlich 'Salon'. Der Abend hat begonnen, überall stehen Kerzen (oder vielleicht sind auch Gaslichter an den Wänden), ein wärmendes Feuer brennt im offenen Kamin.
Auf einem Sofa sitzen zwei junge Mädchen und lesen kichernd ihre Korrespondenz (also Briefe), auf einem Sessel hat es sich die Mutter mit ihrer Stickarbeit gemütlich gemacht. An einem Sekretär sitzt eine junge Frau und schreibt fleißig vor sich hin, immerhin wollen Freundinnen und Familienangehörige über die aktuellen Vorkommnisse informiert werden. An einem kleinen Tisch vor dem Fenster sitzt der Vater und liest die Times. Alles ist ein wenig überladen und sehr blumig und trotz der Lampen/Kerzen eher schummrig.
Da öffnet sich die Tür und eine weitere junge Frau kommt aufgeregt ins Zimmer.
'Das Buch', keucht sie beinahe atemlos. 'Das Buch ist da!' Aufgeregt schnattern die Mädchen auf dem Sofa, bestürmen ihre Schwester, sofort mit dem Vorlesen zu beginnen.
Doch Vater und Mutter haben Bedenken. Ein Buch von Mary Elizabeth Braddon in ihrem Haus? Nein, das ist äußerst verwerflich. Nun beginnen alle vier Schwestern, auf ihre Eltern einzureden, die schließlich der ältesten Tochter erlauben, mit ihrem Vortag zu beginnen - wenn die beiden Jüngsten das Zimmer verlassen. Die haben sich so etwas schon gedacht und gehen murrend hinaus, um sich in einem Gang zu verstecken, in den die Lüftungsgitter des Salons führen, sodass sie bequem lauschen können.
Die älteste Tochter beginnt im Licht einer besonders hohen und dicken Kerze zu lesen.
Nach und nach vergisst die Familie, womit sie gerade beschäftigt war, Mutters Stickzeug ruht in ihrem Schoß, Vaters Zeitung verliert ihren Reiz, die kommunikationsfreudige Tochter unterbricht ihre Informationsbemühungen und die Jüngsten klammern sich vor atemloser Spannung aneinander.

Ich danke bloggdeinbuch und dem Dryas Verlag für dieses tolle Buch, das auch hier bestellt werden kann.

Freitag, 25. Oktober 2013

Die Spur ins Schattenland - Jonathan Stroud


Taschenbuch, Kinderfantasy (ab 11 Jahren)



Das Äußere
Ich finde das Cover nicht schön, hätte es deshalb wohl nie gekauft, auch wenn 'Jonathan Stroud' draufsteht. Es sieht einfach billig und lieblos aus.
Zum Vergleich die britische Ausgabe, die mir allerdings zu kindisch ist:


Das Innere
Die Vignetten von Ian Beck sind ganz nach meinem Geschmack, wenn auch verwirrend, doch darauf gehe ich später ein.

Meine Meinung
Dieses Buch beginnt tragisch, bleibt melancholisch und endet spannend. So weit, so gut. Mir jedoch war das ein bisschen zu viel. Die 'Verzweiflungtaten' von Charlie haben mich sehr erschreckt und abgestossen, die Verknüpfung zwischen Realität und Schattenwelt fand ich albtraumhaft. Einzig James, aus dessen Blickwinkel auch erzählt wird, rückt es für den Moment wieder zurecht, allerdings macht es das nicht leichter für mich. Es vergrößert nur die Kluft zwischen den Ebenen.
Mir ging es einfach zu nah, etwas, das mir selten geschieht. Ich mag Fantasy, ich mag auch Parallelwelten, allerdings hab ich es wohl in einer Geschichte lieber gradlinig. Und nicht so schaurig, schließlich ist es ein Kinderbuch (kommt mir jetzt bitte nicht mit 'Grimms Märchen', die finde ich auch abartig!). Wobei ich zugeben muss, dass mich meine Reaktion selbst verblüfft. Vielleicht geht mir das Thema einfach zu nahe?

Zu den Vignetten
Es sind liebevoll gestaltete Bildchen am Anfang jedes Kapitels, die allerdings keinerlei Hinweis darauf geben, wessen Seite der Geschichte gerade erzählt wird. So einfach wirde es dem Leser alos nicht gemacht. Das hat mich gewundert, da die Auswahl nicht sehr groß ist und man das leicht hätte bewerkstelligen können. Ansonsten sind sie schön anzuschauen und bringen - im Gegensatz zu dem Cover - einen gewissen kindgerechten Ansatz in das Buch.

Fazit?
Ich weiß nicht, wie Kinder dieses Buch sehen, mich hat es sehr mitgenommen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Deathbook Episode 5 - Andreas Winkelmann



e-Book, Thriller, Multimedia



Ja, so langsam wird es was mit der Spannung und dem multimedialen Ansatz. Und der Gruselfaktor ist immens, vorallem, was das Drumherum betrifft. So hatte ich heute einen schwarzen Briefumschlag in meiner Post. Was drin war, wollt ihr wissen, ihr Naseweiß..., äh, sorry, falsches Zitat. Denn es hat nichts mit Weihnachten zu tun, vielmehr mit einem weiteren Schritt hinein in das Buch.

Ja, das Ganze stellt sich immer mehr wie eine gut durchtdachte Marketing-Angelegenheit dar, in der der Leser zunehmend eingebunden ist.
Und dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Buch und Leser immer mehr. Das ist ein wenig erschreckend und gibt der Phantasie fast zu viel Raum. Was, wenn ich ein Video bekomme, auf dem ich zu sehen bin? Schließlich wird mein Name schon für eine Protagonistin benutzt. Ich frage mich, wann das kippt oder eine Grenze überschritten wird, sowohl vom Verlag als auch von mir.

Wie gefährlich kann ein Buch sein?

Nun, mit dem Verbrennen ist es bislang wohl schwierig, aber wer weiß, wohin das noch führt!?

Allerdings macht es mir richtig Spaß, ein Teil einer neuen Idee zu sein.

Fazit?
Von der Idee her immer überzeugender!

Montag, 21. Oktober 2013

Böses Blut (Vampire Souls 2) - Jeri Smith-Ready


Taschenbuch, Fantasy, Vampire



Genau wie bei Nachtrausch, dem ersten Teil,


bin ich auch von diesem Teil begeistert, wenn sich die Idee mit der Musik auch ein bisschen 'abnutzt' und ich die ganze Zeit True Blood (ich glaube, den 2. Teil) im Kopf hatte.
SEhr spannend war es trotzdem und der innere Konflikt von Ciara ist sehr gut nachvollziehbar und nicht langweilig. Es geht einfach um Handfestes, normales 'Denken', das ich verstehen kann.

Stilistisch bin ich diesmal nicht über die Gegenwartsform gestolpert, hab sie teilweise sogar in die Vergangenheitsform 'übersetzt', ohne es zu merken. Allerdings fand ich die Wortwahl manchmal höchst erfrischen, denn Jeri Smith-Ready schreibt, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das finde ich toll, weil es mich in eine Phantasie-Welt eintauchen lässt, die sooo unmöglich gar nicht sein kann, wenn die so reden wie ich. Und es ist weit entfernt von diesen 'hach, ich liebe einen Vampir, tüdeldü' in anderen Büchern.

Fazit?
Ein Buch, das hält, was es mir verspricht: leichte Unterhaltung, gutes Niveau und kein Schmalz.

Samstag, 19. Oktober 2013

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett - Katy Cross


Taschenbuch, Steam Punk, Fantasy, Jugend



Das Äußere
Dieses Buch kommt ohne irgendwelchen Schnickschnack aus, also keinen Klappen, Bändchen oder sonst etwas, trotzdem sprang mich das Cover geradezu an und ich musste es einfach haben (das Buch, nicht das Cover).

Das Innere (lustige Überschrift)
Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, erfährt der interessierte Leser erst einmal etwas über Finley Jayne und wie es kam, dass sie ihre Fähigkeiten entdeckte. Als Aufgalopp ganz nett und auch unterhaltsam. Was täte der Leser allerdings, wenn er dies nicht wüsste? Hat ein bisschen was von: Hey, seht her, dieses Buch hat ein ganz spezielles Extra! Das kriegt ihr nirgendwo anders, also: kaufen!

Die Geschichte
Das muss man Kady Cross einfach lassen, sie hat viel Phantasie und Technikverständnis. Unglaublich, wie sie es schafft, die heutigen neuen technischen Errungenschaften in die 'Möglichkeiten' der viktorianischen Zeit zu transportieren. Aber davon lebt der Steam Punk, wenn vielleicht auch nicht so extrem.

Meine Meinung
Ich habe mich zum weiterlesen zwingen müssen. Und das lag nicht an der Geschichte als solche, sondern an dem Stil. Sicher, es ist ein Jugendbuch, aber so simpel muss man das dann auch nicht halten. Ganz abgesehen von den Protagonisten, die sehr zweidimensional dargestellt werden. Der Autorin gelingt es selten, innere Konflikte meiner Meinung nach akzeptabel darzustellen und verwendet dann auch noch Allgemeinplätze und Geseiere. Ich mag so etwas einfach nicht mehr lesen. Das langweilt mich. Und es ist so schade um die tollen Ideen.
Interessant, aber leider nicht ausgebaut, ist einzig der emotionale Konflikt Finleys, wenn es um Griffin und Jack (der ist übrigens äußerst interessant) geht.
Vielleicht ändert sich das im Laufe der Reihe, den der zweite Teil ist bereits erschienen.


Aber ich weiß einfach nicht, ob der Reiz zu erfahren, wie es weitergeht, reicht, um es lesen zu wollen. Eine gute Alternative wäre eine vollgespoilerte Rezension :>
Oder kennt jemand von euch das Buch und kann mir eine Kurzfassung schicken (Adresse ist im Impressum)?

Fazit?
Tolle Ideen, schlecht umgesetzt. Schade.