Sonntag, 25. Januar 2015

Eine Leserunde im Februar


Unter diesem Zeichen steht die Leserunde, die Lara und ich am 6. Februar starten möchten.

Es geht um das Buch 'Wer die Nachtigall stört', das wir beide in unserem SuB haben und weil wir an der Verstaubte Bücher Challenge von Kastanie mitmachen, haben wir mit diesem Buch quasi zueinander gefunden. Es ist ja immer so eine Sache mit den älteren Schätzchen, man möchte sie unbedingt lesen, allerdings verlässt einem auch schnell der Mut. Mir geht es jedenfalls so.
Bei 'Der Fänger im Roggen' war ich ja auch sehr froh, an einer Leserunde teilgenommen zu haben, obwohl ich mich da doch sehr zurück gehalten habe.

Wenn du, ja DU, dieses Buch vielleicht auch im Regal stehen hast, bist DU natürlich herzlich eingeladen, an dieser Leserunde teilzunehmen.
Lara 'managt' das ein bisschen, das Buch muss ja noch geteilt werden. Also einfach bei ihr melden oder hier einen Kommentar hinterlassen und schon kann es los gehen!

Stoppt Proteus (City Heroes 1) – Peter Jay Black


Klappbroschur, Jugendthriller



Ohne Zweifel geht es sehr spannend zu in diesem Jugendroman, und das schon fast ab der ersten Seite. Die Abenteuer, die die vier City Heroes, wie sie sich selbst nennen, erinnerten mich teilweise an Erwachsenenthriller, wenn auch etwas unblutiger. Aber es gibt Verfolgungsjagden und sehr viele brenzlige Situationen, die die vier mit sehr viel Intelligenz überstehen. Das hat mir gut gefallen – irritierend fand ich nur, dass ich zeitweise die Titelmelodie von ‚Mission Impossible’ im Kopf hatte. Aber das ist einfach die Grundstimmung von ‚Stoppt Proteus’: Action!
Und Computer!
Fand ich interessant und auch gut gemacht.

Allerdings hat mich auch etwas sehr gestört: Es gibt keine ‚Einleitung’, Informationen über die handelnden Personen werden eher sporadisch eingeflochten, dann aber auch irgendwie verwirrend in den Text eingebettet, sodass ich an manchen Stellen nicht wusste, wo der Rückblick endet. Für einen ersten Teil einer Reihe ist das nicht schön, denn ich frage mich, was für den Autor im Vordergrund steht. Meiner Meinung nach schwelgt er in seinem Computerwissen und bevorzugt spannende Handlung, wobei ihm zwischendurch einfällt, dass er seine Protagonisten auch mal vorstellen muss. Leidige Pflicht. Doch ist es für den Leser allgemein schöner, wenn er weiß, mit wem er es zu tun hat, bevor er um ihr Leben bangen muss. Und hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen, oder der gute Autor von dem weniger guten. Schade.

Trotzdem ist es ein sehr unterhaltsames Buch, das mir spannende Stunden verschafft hat und ich denke, dass Kinder/Jugendliche das ähnlich sehen.

Fazit?
Ein Buch mit Potential, das gut unterhält, allerdings ein wenig konfus ist.


Ich danke bloggdeinbuch und dem cbj Verlag für das Rezensionsexemplar.
Bestellt werden kann es auch hier

Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär – (Zamonien 1) – Walter Moers





Taschenbuch, Fantasy

Mir fehlen einfach die Worte!
Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem mich die Phantasie des Autors einfach geplättet hat. Was Walter Moers hier ‚abliefet’ ist eine andere Welt, wohldurchdacht und durchaus mit Bezug zur Realität, aber dennoch einfach nur abgehoben und abgedreht. Und so wunderbar liebevoll gestaltet, dass ich auf manchen Seiten einfach wie ein Kind die Bilder bewundert habe.
So muss ein Buch einfach sein: Eine unbekannte Welt, in die der Leser hineinfällt und sich staunend umblicken kann, zurückblickt, vielleicht auch mal vorblättert, sich zurücklehnt und mit einem Dauergrinsen im Gesicht liest. Oder mal erschreckt oder mitfiebert.

Und dieses Buch ist ein Beispiel dafür, dass e-Books niemals ausschließlich den Büchermarkt beherrschen werden. Und das Hörbücher auch nicht das non plus ultra sind. Manche Geschichten kann man nur durch Papier erleben!

Fazit?
Wundervolle Schreib- und Buchkunst! Ich liebe es!

Sonntagsplauderei #4

Nein, ich bin kein politischer Mensch. Irgendwie habe ich da mein Potential schon in den 80ern verbraucht, man möge es mir verzeihen. Aber auch ohne TV-Anschluss komme noch nicht einmal ich um die jüngsten Entwicklungen vorbei – auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders. Und deshalb möchte ich euch heute ein wenig das Thema ‚Buch’ verlassen und ‚politisch’ werden.

Manchmal habe ich das Gefühl, ein Außerirdischer zu sein, der nur durch einen unglücklichen Umstand auf dieser Welt gelandet ist. Cooler Gedanke, oder?
Und dann schaue ich mir die Welt an und finde sie eigentlich ganz nett. Die Landschaften sind toll, die Lebewesen auch, es gibt viel zu sehen und sich daran zu erfreuen.
Tja, und dann ist da der Mensch. Nein, es muss ‚und dann sind da die Menschen’ heißen, denn ein Mensch ist eine ganz tolle Sache. Man kann reden, lachen, sich gegenseitig trösten, man kann fühlen.
Menschen in Massen sind etwas ganz anderes. Die machen ‚Spaziergänge’ (finde ich richtig witzig, mache ich auch, also Spaziergänge mit meinem Hund, allein, äh, ja…), schreien rum, sind aggressiv, prügeln sich, sprengen schon mal irgendwas in die Luft, missbrauchen irgendetwas als Entschuldigung – machen wir uns nichts vor, wenn es nicht die Religion ist, ist es eben etwas anderes: der Mensch will einfach nicht im Einklang leben. Nicht mit anderen und ganz bestimmt nicht mit sich selbst.
Und so könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Erde schon ein ziemlich bekloppter Planet ist, der sehr viel besser funktionieren könnte, wenn es keine Menschen gäbe. Ein Gedanke, den man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Allerdings gibt es Dinge, die Menschen vollbringen, die Hoffnung machen. Unten werde ich ein Beispiel dafür zeigen.
Weil es nämlich auch immer Menschen gibt, die es mit der Menschlichkeit ernst meinen. Die helfen, die lieben, die gemeinschaftlich Gutes tun. Die hat es schon immer gegeben, nur heutzutage haben sie Plattformen.
Also habe ich heute eine Bitte: tretet einen Schritt zurück, lasst eure Pseudobetroffenheit mal weg und erfreut euch einfach an dem Gefühl, ein Mensch zu sein, einer von ganz vielen, die Großes geschaffen haben und trotzdem vielleicht mal ein wenig demütig auf die Natur blicken. Denn den einzigen Vorteil, den es hat, ein Mensch zu sein, liegt darin, Schönheit zu erkennen und sie selbst sogar zu erschaffen.

Und nun macht einen Spaziergang, vielleicht allein, vielleicht gemeinsam, und zwar nicht durch eine Stadt, weil alle das machen. Genießt den Augenblick, der ist eh kurz genug.


Eine Leserunde im Februar



Unter diesem Zeichen steht die Leserunde, die Lara und ich am 6. Februar starten möchten.

Es geht um das Buch 'Wer die Nachtigall stört', das wir beide in unserem SuB haben und weil wir an der Verstaubte Bücher Challenge von Kastanie mitmachen, haben wir mit diesem Buch quasi zueinander gefunden. Es ist ja immer so eine Sache mit den älteren Schätzchen, man möchte sie unbedingt lesen, allerdings verlässt einem auch schnell der Mut. Mir geht es jedenfalls so.
Bei 'Der Fänger im Roggen' war ich ja auch sehr froh, an einer Leserunde teilgenommen zu haben, obwohl ich mich da doch sehr zurück gehalten habe.

Wenn du, ja DU, dieses Buch vielleicht auch im Regal stehen hast, bist DU natürlich herzlich eingeladen, an dieser Leserunde teilzunehmen.
Lara 'managt' das ein bisschen, das Buch muss ja noch geteilt werden. Also einfach bei ihr melden oder hier einen Kommentar hinterlassen und schon kann es los gehen!

Montag, 12. Januar 2015

Ich bin die Nacht - Ethan Cross



Taschenbuch, Thriller

:DD
(3 Sterne)

Was ist das denn?
Also, ehrlich!
Abgesehen von dem ständigen Gemetzel habe ich selten so ein schwülstiges Gesülze gelesen. Stellenweise hab ich schon gedacht, Hedwig Courths-Mahler wäre wiederauferstanden und würde jetzt mindestens als Lektorin arbeiten, wenn sie sich nicht gar selbst an einem Thriller versucht. Und stimmig ist das auch nicht. Sondern einfach nur nervig!

Stilistisch ist es ok, liest sich ganz gut und ist durchaus atmosphärisch - fast hätte ich mich ein wenig gefürchtet. Nein, das passt schon und ist einem Thriller schon angemessen.
Die Protagonisten sind - bis auf ihre moralischen Gedanken - ganz gut dargestellt, einen Sympathieträger konnte ich aber nicht ausmachen. Weder bei den 'Guten' noch bei den 'Bösen - die Grenzen verschwimmen eh ständig.

Und obwohl ich gerne wissen möchte, wie es weitergeht, graut mir schon vor dem Geseiere, das garantiert auch im zweiten Teil auftaucht.

Fazit?
Thriller? Schnulze? Ich kann das nicht entscheiden.

Der Fänger im Roggen - J.D. Sallinger



Taschenbuch, Roman

:DD
(3 Sterne)

Dieses Buch 'begleitet' mich bereits seit Jahrzehnten, als es mir nämlich vor über dreißig Jahren von meiner Tante geschenkt wurde. Damals habe ich es (natürlich) nicht gelesen, hatte aber immer das Gefühl, es 'mal' lesen zu müssen. Wie das eben so ist.
Natürlich habe ich das Buch schon vor einiger Zeit weggegeben und musste es mir deshalb noch einmal zulegen. War aber die gleiche Ausgabe ;)
Vor zwei Wochen stieß ich dann auf eine Leserunde bei wasliestdu.de mit diesem Buch und ich ergriff die Chance.

Nun aber zum Buch:
Nein, es hat mir nicht gefallen.
Für mich las es sich sehr unreif und zu jugendlich.
Ok, Holden ist ein sechszehnjähriger Junge auf der Sinnsuche, typisch pubertär, aber dafür fehlte mir stellenweise die Geduld. Außerdem finde ich den Stil eher nicht so toll. Allerdings ist das Gesamtpaket einfach stimmig.
So kann ich verstehen, dass 'Der Fänger im Roggen' in der Schule gelesen wird, denn dort sitzt die Zielgruppe.
Das Ende fand ich auf der einen Seite sehr berührend, weil es so liebevoll ist, auf der anderen Seite aber auch enttäuschend (wenn auch realistisch), wenn der große 'Revoluzzer' doch zurück in die Realität findet. Im Grunde also ein Buch, das über weite Strecken von dem Aufbegehren der Jugend schreibt, dann aber doch den Schwanz einzieht. Da hatte ich einen Knalleffekt erwartet, vorallem, weil das Buch ja nun als Inbegriff des Aufbegehrens bewertet wird. Nun, das mag für die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gelten, aber heutzutage?

Ohne die Leserunde hätte ich nach den ersten Seiten schon abgebrochen, so habe ich es wie eine Pflichtlektüre betrachtet und es beendet. War nicht schlimm, aber ich habe festgestellt, dass mir diese Art von Büchern einfach nicht liegt. Ich möchte unterhalten werden, mit Genuss lesen.

Fazit?
Sicherlich ein gutes Buch, aber mein Fall eben nicht!

Sonntag, 11. Januar 2015

Sonntagsplauderei #3

Diese Challenges, an denen ich dieses Jahr teilnehme, machen mir doch einen gewissen Stress, habe ich festgestellt.
Zum einen hatte ich mich letztes Jahr für ein Rezensionsexemplar, das allerdings erst jetzt in den nächsten Tagen bei mir landen wird, somit also in die Rechnung der ‚Neuerwerbungen’ fällt.
Zum anderen gefällt mir meine eigene Auswahl nur bedingt. So hab ich wirklich kein Problem, auf mein RuB (Regal ungelesener Bücher) zurückzugreifen, aber es ist immer das ‚andere’ Buch, was mir gerade besser passen würde.
Allerdings habe ich schon einiges geschafft in diesem Jahr, die aktuelle Seitenzahl könnt ihr ja oben rechts mitverfolgen. Ich addiere immer die Seiten von beendeten Bücher dazu, manchmal dauert es also ein paar Tage, bis sich die Zahl ändert.
Natürlich gibt es auch mal einen Tag, an dem ich gar nicht oder nur wenig lese, aber das gleiche ich dann an anderen Tagen wieder aus.
Eine Änderung zeichnet sich übrigens ab.
Leider kostet es bei blog.de, wenn man Werbung mit in den Blog einbindet. Das mache ich in Form der kleinen Bildchen von den Covern. Wenn ihr da drauf klickt, kommt ihr zu der entsprechenden amazon.de-Seite, wo ihr alles Details über das Buch erfahrt, also Preis, Format, eine Inhaltsangabe und auch andere Rezensionen. Ich finde das sehr praktisch, für mich selbst, aber natürlich auch für euch. Und wo ihr das Buch letztendlich bei Interesse kauft, ist natürlich immer eure Sache. Wenn ihr allerdings etwas bestellt, nachdem er auf ein Cover bei mir geklickt habt, dann bekomme ich ein paar Cent dafür. Der Plan war, dass sich der Blog selbst finanziert, doch das funktioniert leider gar nicht.
Deshalb werde ich im Mai umziehen. Also der Blog. Und zwar ganz fest zu blogspot!
Aber keine Panik, ich verlinke das natürlich ausführlich. Und ich werde alle Posts mitnehmen. Wenigstens die meisten.
So, und jetzt werde ich mal wieder ein wenig lesen, habt einen schönen Sonntag :wave:

Samstag, 10. Januar 2015

Frisch gebissen (Chicagoland Vampires 1) – Chloe Neill


Klappbroschur, Urban Fantasy, Vampire



Dieses Buch steht noch nicht sehr lange in meinem Regal ungelesener Bücher, aber ich habe mich richtig darauf gefreut – obwohl die Rezensionen allgemein nicht so toll waren. Aber es geht um Vampire, also egal.

Den Einstieg fand ich sehr verwirrend, irgendwie konfus. Mit der Zeit gab sich das allerdings und es stellte sich heraus, dass Chloe Neill zwar wohlbekanntes abspult, dabei jedoch ein gutes Gespür für Situationskomik und Wortspielen hat. Manche Szenen sind jedoch unlogisch, worüber ich immer wieder gestolpert bin und was mich aus dem Lesefluss riss. Das mag ich gar nicht, und es reizt mich, dann noch genauer hinzuschauen.

Insgesamt hat mich dieser Serie-Auftakt jedoch durchaus überzeugt, doch reizt es mich wenig, weitere Teile zu lesen, da ‚Frisch gebissen’ doch nicht genug neue Ideen liefert.

Fazit?
Für Fans des Genres reizvoll.

Dieses Buch habe ich im Rahmen der Book Whisper Challenge gelesen und damit die Hauptaufgabe für den Januar erledigt.

Wie Monde so silbern (Die Luna-Chroniken 1) – Marissa Meyer




Audible, ungekürzt, Fantasy, Dystopie, gelesen von Vanida Karun



‚Wie Monde so silbern’ ist eine wunderbar phantasievolle Märchenadaption, wenn auch ganz anders, als erwartet. Jedenfalls für mich, die ich ja immer darauf verzichte, den Klappentext gründlich zu lesen. Aber die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen und mich wirklich gut unterhalten. Leider fehlte mir dann aber doch der ganz große Zauber. Und obwohl ich natürlich wissen möchte, wie es weitergeht, werde ich wohl auf weitere Teile verzichten. Oder?

Vanida Karun liest durchaus gut, schauspielert angemessen und im Rahmen ihrer Fähigkeiten, mir hat das gut gefallen.

Fazit?
Durchaus unterhaltsam und interessant – vor allem für Märchenfans.

Freitag, 2. Januar 2015

Extinction – Kazuaki Takano



Leseexemplar, Thriller



Das Szenario, das der japanische Autor Kazuaki Takano in seinem (Wissenschafts-)Thriller Extinction entwirft, ist für mich sehr neu und faszinierend – und dabei von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend, auch, um weiter darüber nachzudenken.
Dabei spart er nicht an Kritik an herrschenden Situationen und tatsächlichen Ereignissen, zeichnet damit allerdings ein sehr genaues Bild der Realität, wie ich finde. Das mag erschrecken, aber nur denjenigen, der sich bislang nicht damit auseinandergesetzt hat. So ist dieser Thriller auch ein ganz großer gesellschaftskritischer Roman, bei dem man sich wohl des Öfteren fragt, welche Rolle man selbst auf dieser Erde spielt.
Ein wenig versöhnlich wird es erst gegen Ende, aber das ist auch ein Gefühl, das man als Leser gut gebrauchen kann, nachdem man auf über fünfhundert Seiten durch die Untiefen der ‚menschlichen’ Unmenschlichkeit getrieben wurde, mitgefiebert und -gelitten hat, das Buch nicht aus der Hand legen konnte, gebannt war und vor lauter Spannung an den Fingernägeln gekaut hat.

Als einziges Manko empfand ich die sehr wissenschaftlichen medizinischen Teile, die ich trotz einiger Vorbildung nur eher halb verstand. Natürlich ist das nicht so wichtig, ich fand es allerdings irgendwie schade.
Außerdem gibt es eine kleine Ungenauigkeit, als es um die belgische Herrschaft über den Kongo geht. Sie könnte allerdings auch ein Übersetzungsfehler sein. Denn dieses Buch wurde erst vom Japanischen ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt, was natürlich zu Fehlern führen kann, wenn einer der jeweiligen Übersetzer den Unterschied zwischen ‚töten’ und ‚Tod vortäuschen’ übersieht. Aber wahrscheinlich ist nur mir das aufgefallen ;)

Stilistisch ist ‚Extinction’ eher Durchschnitt, zumeist leicht zu lesen, aber leider ohne Finesse – die eventuell allerdings auch fehl am Platze gewesen wäre. Nur an wenigen Stellen wird es etwas poetischer, dann allerdings mit der Gefahr, schwülstig zu klingen.

Für empfindsame Gemüter ist dieses Buch sicherlich nichts, denn an vielen Stellen tritt die Fiction zurück und macht der Realität Platz, denn ja, so etwas geschieht tagtäglich, und nicht nur dort, wo dieses Buch spielt. Der ‚Horror’, den man als Leser von Thrillern gerne mit der nötigen Distanz auf dem heimischen Sofa genießt, wird hier doch schnell zu wahrem Unbehagen ob der Situation, in der sich so viele ‚Artgenossen’ befinden. Das hat einfach eine ganz andere Qualität als der übliche Serienmörder-Thriller.

Fazit?
Ein ergreifendes Buch, das mich über weite Strecken in geradezu atemloser Spannung gehalten hat. Und ein guter Start in das Jahr 2015 für jeden Liebhaber dieses Genres.

Saint Nick - Wolfgang Hohlbein


Taschenbuch, All-Age-Fantasy



Ja, der gute Wolfgang Hohlbein!
Ich las dieses Buch höchstwahrscheinlich im Jahre des Erscheinens 1997 - und fand es damals toll! Jedenfalls habe ich das so in Erinnerung und deshalb kaufte ich es mir doch tatsächlich letzten Herbst noch ein Mal.
Und ja, die Geschichte hat was. Durchaus stimmige Charaktere, eine schöne, weihnachtliche Geschichte und viel eigenen Zauber.
Doch stilistisch ist es eine Katastrophe.
Der Autor neigt ja zu Wortwiederholungen, aber was er hier abliefert ist echt heftig. Insgesamt wirkt es, als hätte er einen sehr eingeschränkten Wortschatz und seine Ausdrucksweise ist sehr simpel und ungeschliffen. So liest sich das Buch zwar schnell und flüssig, aber es fehlt jegliche Eleganz, ja fast möchte ich sagen, die Liebe zur Sprache.
'Saint Nick' ist daher eher ein Buch, das man vielleicht gelesen haben sollte, aber es dann auch schnell wieder vergisst. Noch mal wrede ich es mir wohl nicht kaufen.

Fazit?
Nette Geschichte, irgendwie typisch Hohlbein, aber doch eher auf dem unteren Niveau seiner Fähigkeiten.

Geschichte einer RuB-Leiche

erzählt von:



Wenn ich daran denke, wie mein Leben im Jahre 2002 begann!
Ich war begehrt, die Leute rissen sich um ein Exemplar dieses Titels, hatten sie doch lange auf ein weiteres Werk meiner Autorin gewartet. Und ich hatte Glück und blieb nicht lange in der Buchhandlung. Eine nette Frau schleppte mich nach Hause und las mich am gleichen Abend noch fast durch. Tja, damit begann auch mein Abstieg in die Buchhölle. So gerne wäre ich bei dieser netten Frau geblieben, aber sie gab mich weiter an ihre Tochter. Auch die las mich natürlich, doch statt mich in ihr schönes, warmes Regal zu stellen, packte sie mich in eine Kiste mit anderen Büchern. Eines Tages, ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, zog sie mich raus, schaute mich skeptisch an und sagte: ’Das ist nichts mehr wert – aber wegwerfen will ich es auch nicht.’ In mir keimte Hoffnung auf, vielleicht käme ich doch noch in ein schönes Regal?
Nein, ich wurde in eine Plastiktüte gepackt und weggetragen.
Eine fremde Frau zog mich schließlich aus der Tüte, musterte mich eher gelangweilt und stellte mich in ein Regal, das mir gar nicht gefiel. So verbrachte ich die nächsten Monate völlig unbeachtet. Oh, die Frau kam schon mal vorbei, aber sie griff nie nach mir.
Eines Tages jedoch packte sie mich und ich hatte schon die Hoffnung, ihr so gut zu gefallen, dass sie mich endlich las. Oder mir einen schönen Platz gab. Und richtig, sie stellte mich in ein anderes Regal, das mir sehr gut gefällt. Aber ich stehe hier immer noch. Seit über drei Jahren stehe ich nun hier, die Frau hat mich schon oft in der Hand gehabt, aber nie hat sie mich gelesen. Wir sind viele in diesem Regal, bestimmt über hundert, und wir weinen jeden Tag, weil wir nicht beachtet werden. Und wir werden sogar immer mehr!

Doch die Frau hat versprochen, dass wir 2015 alle gelesen werden.

Allerdings verschwinden manche Bücher auch, wenn sie gelesen wurden, und das macht mir ein bisschen Sorgen!

Donnerstag, 1. Januar 2015

Book Whisper Challenge 2015

Ich habe ein Billy-Regal voller ungelesener Bücher!
Um dieses Elend zu beenden, nehme ich 2015 an der 'Book Whisper Challenge' teil!
Die Regeln sind heftig und werden mich sehr einschränken, aber es ist ja eine Challenge und kein Sonntagsspaziergang!

Zu der Auswertung des jeweiligen Monats:





Mai







September

Oktober

November

Dezember



Mein Wohnzimmertisch-SuB Januar 2015

Da ich dieses Jahr bei zwei Challenges mitmache, habe ich schon mal die Bücher, die ich für die verschiedenen Aufgaben brauche, auf meinen Wohnzimmertisch gelegt.

Für die Book Whisper Challenge:

Für die erste Hauptaufgabe soll es der erste Teil einer Serie sein. Und ich habe richtig Lust auf einen Vampirroman (der wird allerdings nicht der letzte dieses Jahr sein, das kann ich schon versprechen!).
Komplizierter wird es bei der ersten Nebenaufgabe, da soll ein Bär drauf sein!
Nun, hab ich, und zwar:

Allerdings hat es so unglaublich viele, engbedruckte Seiten *seufz*
Bei der zweiten Nebenaufgabe soll ein Buch mit gestaltetem Schnitt gelesen werden - hab ich zwar keines, aber meine Freundin, der verrückte Buchwurm, leiht mir dieses hier:


Vielleicht lese ich dann auch gleich den zweiten Teil davon!?



Für die verstaubte Bücher Challenge:

Dieses Buch liegt zwar erst seit ein paar Monaten auf meinem SuB, ist allerdings von 1997 und im Anbetracht der Handlung würde es normalerweise bis nächstes Weihnachten liegenbleiben ;)

Außerdem mache ich mit einem Buch aus meinem SuB bei einer Leserunde mit:

Dieses Buch hat mir vor etwa hundert Jahren (es können auch gute dreißig gewesen sein) meine Tante geschenkt und ich habe mich damals strikt geweigert, es zu lesen. Nun las ich an Silvester bei wasliestdu.de von einer Leserunde, die mit diesem Buch gestartet werden soll. Das ist DIE Gelegenheit, hatte ich mir das Buch doch letztes Jahr gebraucht gekauft, nach dem Motto 'irgendwann sollte ich es doch mal...'. Ich starte damit am 5.01.2015 und bin schon sehr gespannt.


Das ist ja noch ziemlich überschaubar, allerdings lese ich parallel noch die Shopaholic-Reihe von Sophie Kinsella und habe ‚Das Gottesgrab’ gerade erst angefangen.

Allerdings verzettel ich mich mehr, wenn ich keine klare Linie verfolge, weshalb ich die Challenges sehr gut finde. Mal sehen, wie es am Ende des Monats aussieht.