Dienstag, 31. März 2015

Kleine März-Statistik

Na, das war mal ein Lesemonat - deswegen auch eine kleine Statistik!

25 neue Bücher sind bei mir eingezogen - und 25 Bücher habe ich gelesen.
Das waren insgesamt 9230 Seiten, ungefähr so viele, wie ich im Januar und Februar zusammen gelesen habe.

Damit habe ich im Durchschnitt 297 Seiten pro Tag gelesen 88|

Oder, wenn ich es im Jahresdurchschnitt sehe, 51,15 Seiten am Tag - an dieser Stelle muss ich etwas lachen, Kastanie weiß vielleicht, warum!

Gleich zwei Highlights waren dabei:

Richtig, richtig gute Bücher, die ich euch ans Herz legen kann!

Natürlich gab es auch welche, die mir nicht so gut gefallen haben, aber Schwamm drüber.
Aus meinem RuB (Regal ungelesener Bücher) konnte ich vier Bücher verabschieden, eigentlich ziemlich wenig, aber zu mehr war einfach keine Zeit. Dazugekommen sind allerdings keine, weil die Rezensionsexemplare da gar nicht erst landen, sondern auf meinem Wohnzimmertisch-SuB liegen bleiben.
Deshalb - und auch wegen der beiden Challenges - besteht meine Leseliste für April auch schon wieder aus 9 Büchern (Tendenz steigend), auf die ich mich schon sehr freue.
Wollt ihr wissen, welche das sind?
Behaltet rechts 'für die nächsten Tage geplant' im Auge ;)

Nach dem Motto 'nach dem Buch ist vor dem Buch' startet der April voller Lesestoff!

Das Mädchen, das rückwärts ging - Kate Hamer


Klappbroschur, Roman




Vom Äußeren her gefällt mir das Buch ganz gut und die Klappe über dem Schnitt ist eine tolle Idee, wenn es darum geht, ein Buch aus der Menge heraus zu heben.
Inhaltlich konnte mich 'Das Mädchen, das rückwärts ging' nicht völlig begeistern. Irgendwie ist es mir zu diffus. Auf der einen Seite das entführte Mädchen, christliche Eiferer und Wunderheilungen und andere Seltsamkeiten. Alles etwas abgedreht und mit einem leichten Hang zum Fantasy. Dagegen auf der anderen Seite eine Mutter und ihr Umfeld, ein wenig realistischer, aber dann auch wieder nicht so.
Spannend ist es durchaus, aber eher auf eine zurückhaltend Art.

Stilistisch fand ich die zwei Perspektiven interessant und hier besonders die sprachliche Entwicklung, die Carmel macht. Sehr gut umgesetzt, wie ich finde.

Das Buch lässt sich insgesamt gut lesen und vermag es zu unterhalten.

Fazit?
Ein solides Buch mit interessanter Grundidee. Wirklich mitgerissen hat es mich nicht.

Montag, 30. März 2015

Wo steckst du Bernadette - Maria Semple

Taschenbuch, Roman



Meine Güte, ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen!
Erst war es ein bisschen ungewohnt, weil es über lange Strecken aus e-Mails, Zetteln und anderen Texten besteht, und nur ab und zu ein 'richtiger' Text. Doch insgesamt ist das Buch so interessant und spannend, dass diese Form nicht weiter gestört hat, im Gegenteil, denn schließlich werden die Protagonisten so mit sehr viel mehr Tiefe ausgestattet, als wenn sie 'nur' beschrieben würden. Davon profitiert gerade Audrey, wie ich finde.

Ansonsten bietet die Geschichte so einiges an Absurdität, manche nennen es auch Leben, und Spannung, vorallem gegen Ende. Ich habe so mitgefiebert, dass ich nicht ins Bett gehen konnte, bevor ich nicht wusste, wo Bernadette denn nun steckt. Und das Aufbleiben hat sich gelohnt, denn das Finale ist einfach wunderbar emotional.

Stilistisch finde ich das Buch sehr gelungen, gelingt es Maria Semple doch, den unterschiedlichen 'Erzählern' sehr eigene Ausdrucksmöglichkeiten zu bieten. Da ist zum Beispiel Bee, die Erzählerin, vierzehn Jahre alt, die eher einfach gestrickte Sätze formuliert, während Bernadette auf einem ganz anderen Niveau ihre Meinung kundtut. Diese Feinheiten machen den besonderen Charme von 'Wo steckst du Bernadette' aus und haben mir sehr viel Freude bereitet.

Fazit?
Ein tolles Buch, dass besonders durch seine stilistischen Eigenart besticht.

Mein zauberhaftes Café - Jana Seidel

Taschenbuch, Chick Lit



Da hatte ich mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich die Idee einfach toll fand - allerdings hätte ich wohl den Klappentext nicht lesen sollen. Denn da nimmt man sich wirklich selbst die Überraschung.
Natürlich hat Jana Seidel eine runde Geschichte abgeliefert, schön formuliert und gut durchdacht - aber Alles ist sehr vorhersehbar (bis auf eine Kleinigkeit) und irgendwie altbacken. Auch der Humor ist eher bescheiden.
Oder um es mit ihren 'eigenen' Worten zu beschreiben: der Kuchen ist ganz genau nach Rezept gebacken, aber es fehlt die Magie.

Das Cover, das ich wirklich schön finde, hat mich im Nachhinein geärgert, denn Cupcakes spielen in 'Mein zauberhaftes Café' nun wirklich gar keine Rolle. Dafür ein anderes Gebäck.

Fazit?
Ein Stück Kuchen, dem es an Finesse fehlt. Zum schnellen Kaffee nebenbei allerdings ausreichend.

Sonntag, 29. März 2015

Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten - Enzo Fileno Carabba

Taschenbuch, Roman



Was hier eher unscheinbar daher kommt, ist ein wirklich tolles Buch über zwei alte Damen, die auf eher unschuldige Art und Weise denn doch ziemliche Verbrechen begehen. Ja, ein bisschen erinnert das an 'Arsen und Spitzenhäubchen' (ich liebe den Film), das allerdings auf hohem stilistischen Niveau. Das sorgt anfangs durchaus für Verwirrung, hat mich dann aber auf leichte Art sehr gut unterhalten, wenn ich auch an der einen oder anderen Stelle eher ungläubig den Kopf geschüttelt habe. Aber es ist eben ein Roman.

Gefallen hat mir der Erzählstil, diese Leichtigkeit des Ausdrucks , der unfassbare Dinge mit dem Charme vergangener Zeiten so plausibel rüberbringt, dass man tatsächlich auf Seiten der alten Schachteln steht, obwohl man moralisch entrüstet sein sollte.

Fazit?
Ein nettes Buch mit hohem Unterhaltungswert und genauso hohem Niveau!

Samstag, 28. März 2015

Wo ist Professor Nitroglitz? (Die drei Superbrillen 1) - Thomas Krüger & Der Anton gelesen von Rufus Beck


CD, gekürzt, Kinderabenteuer, gelesen von Rufus Beck



Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich an dieses Hörbuch gegangen, und leider hat sich so einiges bestätigt, was ich befürchtet habe.

Zum einen ist eine gekürzte Fassung einfach doof! Es fehlen die Kleinigkeiten, die ein Buch einfach ausmachen. Ganz zu schweigen von den wirklich gelungenen Randbemerkungen, die kindgerecht erklären. So reduziert sich das Buch auf pure Action und verliert meiner Meinung nach seinen Charme. Aber das liegt einfach am Medium. Und für den kleinen Superbrillen-Kick zwischendurch reicht es allemal.

Zum anderen ist da Rufus Beck, zu dem ich zugegebenermaßen ein gespaltenes Verhältnis habe. Zu viel Harry Potter und Artemis Fowl hatten irgendwann den Effekt, dass ich die Stimme nicht mehr mochte. Auch hörte sich die sehr beeindruckende Stimmenvielfalt dann doch sehr beschränkt an. Da sind einfach Grenzen gesetzt, wenn man jedem Charakter Individualität geben will.
Am Anfang des Hörbuchs war ich entsetzt, da spricht der Gute wie ein grenzdebiler Draco Malfoy, und ich dachte nur 'nein', bitte nicht!'. Doch das gibt sich mit der Zeit und dann klingt Rufus Beck nur noch alt, wie ein Märchenonkel. Das war leichter zu ertragen, ehrlich, passt aber nun gar nicht zu dem elfjährigen Erzähler, den er darstellen sollte.
Ich hätte mir ein Kind als Sprecher gewünscht, oder jemanden, der ein Kind glaubhaft darstellen kann! Denn irgendwie hatte ich schon beim Lesen immer so jemanden wie Oliver Rohrbeck im Ohr.

Fazit?
Als Appetithappen ganz nett, aber das Buch ist sehr viel besser!

Das Lachen und der Tod - Pieter Webeling

Taschenbuch, Roman



Manche Bücher machen mich sprachlos.
Dieses auch.

Nein, nur bedingt wegen der Gräuel, immerhin habe ich schon so manche Dokumentation gesehen und auch schon ein paar Bücher gelesen. Allerding habe ich während des Lesens auf Essen verzichtet.

Was mich fasziniert hat, war die Ehrlichkeit, mit der Pieter Webeling Opfer und Täter beschreibt. Denn die Grenzen verschwimmen. Und das hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Denn die Frage stellt sich einfach, die Frage danach, wie ich mich entscheiden würde. Was würde ich tun, um zu überleben? Man kann nicht beurteilen, geschweige denn verurteilen, bevor man nicht selbst in der Situation war - was natürlich nichts entschuldigt! Und Mord bleibt Mord!

Das zweite Thema ist der Humor.
Was macht er mit uns, wann ist er angemessen, wie wichtig ist er?
Ich habe sicherlich oft gegrinst, aber nur einmal laut gelacht (das zerstörte Haus), um wenig später bei einer anderen Szene Tränen in den Augen zu haben.

Während des gesamten Buches habe ich zu dem Text eine Distanz gespürt, vielleicht ein Mechanismus. Und so ist es auch mit dem Lachen in einer unbeschreiblich schrecklichen Situation. Man lacht, um nicht wahnsinnig zu werden. Ernst, der Hauptprotagonist, unterschätzt das weitgehend, was ich schade finde. Andererseits kann ich es auch einfach nicht nachvollziehen, und so bleibt alles schnöde Theorie.

Pieter Webeling schreibt ohne jegliche Schnörkel, irgendwie distanziert, auf Fakten fixiert. Dabei scheut er sich nicht, Grauen zu beschreiben, das auf diese Art Dokumentation ist. Absolut verständlich, aber auch schade. Denn so bleibt es Buch, das (mir) nicht unter die Haut geht. Im Gegensatz zu anderen.

Fazit?
Ein Buch, das nachdenklich macht. Allerdings, bei aller Betroffenheit, fehlte mir etwas.

Weitere Bücher zum Thema:

Freitag, 27. März 2015

Schenkt mir eure Minuspunkte!

Bei der Book Whisper Challenge 2015 bekommen (fast) alle Teilnehmer regelmäßig Minuspunkte, immer genau dann, wenn ein neues Buch einzieht. Bei manchen hat sich da, trotz hoher Leseleistung, schon einiges angesammelt. Andere scharren schon mit den Hufen und haben lange Wunschlisten, Gutscheine und Rezi-Wünsche gesammelt - das kann einen Buchsuchtie schon ziemlich nervös machen.

Also entstand die Idee, dass ihr mir am 28. März eure Minuspunkte für März schenken dürft!
Unsere Challenge-Mutti war einverstanden und nun kann es losgehen!

Die Regeln:
- schreibt eure Neuzugänge unten in den Kommentar
- es gelten nur die Kommentare, die am 28. März zwischen 0:01 Uhr und 29:59 abgegeben werden
- bei Anfragen wegen Rezensionsexemplaren gelten nur die fest zugesagten
- es gelten nur die Bücher, die namentlich genannt werden (Autor - Titel)
- Hörbücher gelten nicht, e-Books zählen

Als Ziel habe ich mir 5000 Minuspunkte vorgestellt, also haltet euch ran!


Mögen die Spiele beginnen!

Leserunde, die Zweite im März


Ja, wir können es einfach nicht lassen!
Diesmal findet die Leserunde wieder bei Lara statt!

Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Nur bitte hinterlasst eure Kommentare bei Lara!

Ich selbst bin froh, das Buch nicht 'alleine' lesen zu müssen, denn es könnte schwer werden! Ja, es gibt Bücher, vor denen ich ein bisschen Bammel habe. Aber da helfen Leserunden!
Und nun bin ich gespannt!

Büchertreff-Leselieblinge 2014


Unter diesem Logo veranstaltet der Büchertreff eine Abstimmung.
Ich selbst halte mich von solchen Dingen eher fern, habe ich doch genug damit zu tun, zu hören und zu lesen und zu rezensieren.
Aber es sind ein paar interessante Bücher nominiert und vielleicht möchte ja jemand von euch mitmachen.
Hier der Ablauf:
1. 14-tägige Nominierungsphase (23.03.-05.04.2015)
2. 14-tägige Abstimmungsphase (06.04.-19.04.2015)

Der Büchertreff ist eine Seite für Buchverrückte, man kann Regale anlegen, Rezensionen veröffentlichen und sich mit anderen austauschen. Und sie besteht seit 2003, die erste Abstimmung gab es 2005. Außerdem gibt es wirklich viel zu entdecken! Für leidenschaftliche Leser ist es allerdings dann tödlich, wenn der SuB über 500 ist, ich warne euch also vor. Neben Neuerscheinungen gibt es auch Leserunden und Gewinnspiele ;)

Schaut einfach mal rein!

Todesurteil - Andreas Gruber


CD, ungekürzt, Krimi, gelesen von Achim Buch



Dies ist der zweite Teil der Reihe um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Den ersten Teil kannte ich nicht, aber das ist nicht schlimm, nur schade.
Denn besonders Letzterer ist eine richtige Type mit Ecken und Kanten, wie ich sie ganz gerne habe - jedenfalls in Büchern. Und zusammen haben sie durchaus Potential für mehr.

Der Krimi als solcher ist sehr gut konstruiert und durchdacht, was mir sehr gut gefallen hat. Außerdem ist die Auflösung mal etwas ganz anderes, auch wenn dem Hörer genug Spuren gelegt werden, um sie auch selbst zu finden. Und das ist ein kleiner Kritikpunkt, denn was eigentlich ein großer Knalleffekt hätte sein können, wird durch die vielen Spuren schließlich leicht vorhersehbar.

Achim Buch liest solide, allerdings wenig ambitioniert. Das nimmt ein wenig die Spannung und plätschert so dahin, eher unangemessen für ein Buch, das durchaus seine spannenden Stellen hat. Ein bisschen schade, finde ich.

Fazit?
Solider Krimi, der Neues bringt - aber der letzte Funke sprang nicht über.