Mittwoch, 30. September 2015

Jungs to go - Lisa Aldin



Klappbroschur, Jugendroman



Es gibt eine Sache, die ich diesem Buch übel nehme, und weshalb es auch keine fünf Lese-Smilies gibt: Nach einem heiteren Anfang wird es erst seltsam und geht dann in Richtung 'Hilfe-ich-werde-erwachsen'. Der Humor hält sich in Grenzen, so richtig amüsant sind nur wenige Szenen. Da erscheint das Cover irgendwie falsch und weckt Erwartungen, die das Buch nicht erfüllt.

Aber ich liebe, liebe, liebe die wunderbare - nein, nicht überraschende - Liebesgeschichte, die so wundervoll einfühlsam erzählt wird, so süß und bitterzart, und herrlich tragisch. Ich wollte das Mädel echt schütteln! Und den Typ sowieso. Ach, die Jugend ist so unschuldig. Und die erste Liebe so blind. Hach! Das ging mir wirklich ans Herz und das ist mehr, als es andere Bücher schaffen, deren Fokus auf 'großer Liebe' gerichtet ist.
Statt eines lustigen Jugendromans haben wir hier meiner Meinung nach also eher eine Liebesgeschichte, die, aus welchen Gründen auch immer, in eine reißerische Handlung gepackt wurde. Ich hätte die nicht gebraucht. Aber natürlich braucht es eine Rahmenhandlung. Die funktioniert dann allerdings doch ganz gut.
Lisa Aldin hat es für mich geschafft, ihre Protagonisten dreidimensional werden zu lassen, Figuren also, mit denen man mitleidet, vielleicht nicht gerade dann, wenn es darum geht, neue Freunde in einer neuen Schule zu finden, aber bei dem /Chaos der Gefühle. Und so ist gerade Toni eine Figur, die herrlich normal ist, jedenfalls für mich. Und eine schöne Abwechslung zur 08/15-Tusse in solchen Romanen.

Der Stil ist wunderbar flüssig, da stört nichts den Lesefluß und macht 'Jungs to go' zu einen Buch für angenehme Stunden, in denen man sich vielleicht an die eigene Jugend erinnert, in denen man sich aber auf alle Fälle nicht über stilistische Fehlhandlungen ärgern muss. Vielleicht keine Perle der Weltliteratur, aber im Genre doch eher als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Das macht mir einfach Spaß.

Fazit?
Ein Jugendroman mit tiefen Gefühlen - mir hat es gefallen. Besonders das Ende.

'Jungs to go' ist bei heyne>fliegt erschienen.

Interview mit Ivy Pocket



Die Erzählerin ihrer eigenen Geschichte, die unerschrockene Ivy Pocket hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten.

CL: Herzlich Willkommen, Ivy. Ich darf doch 'du' sagen?

Ivy: Aber natürlich, meine Liebe, immerhin sind Sie alt genug, um meine Großmutter zu sein.

CL: Nun, das ist genau die Art, die dich bei deinen Lesern so beliebt macht. (noch habe ich die Hoffnung, ein nettes Interview zu machen)

Ivy: Welche Leser? Werde ich mein unglaubliches schriftstellerisches Talent - das ich natürlich von meiner Mutter geerbt habe, die den Literaturnobelpreis gleich drei Mal erhielt - der Allgemeinheit zugänglich machen? (wer kann diesem Lächeln widerstehen?)

CL: Du weisst noch nichts davon? Ja, tatsächlich wurde der erste Teil deiner Geschichte veröffentlicht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich finde, dass du nicht immer nett zu deinen Mitmenschen bist.

Ivy: Oh, meine liebe CogitoLeider, natürlich bin ich nett und freundlich zu meinen Mitmenschen, schließlich habe ich den angeborenen Instinkt eines Salonlöwens und finde, harte Worte gehören höchstens auf eine Slavengaleere.

CL: ?

Ivy: Es ist mir einfach wichtig, Frohsinn zu verbreiten, vorallem unter alten Menschen wie Sie. In Ihrem Alter hat man ja nicht mehr viel Freude und die Tage sind gezählt.

CL: Und deshalb auch deine Hausmittelchen, die ja eher zweifelhaften Nutzen haben. (nein, ich kann mir diesen Seitenhieb einfach nicht verkneifen)

Ivy: Aber wie kommen Sie denn darauf, meine Gute? Habe ich nicht stets dafür gesorgt, dass Lahme wieder sehen konnten und Taube gehen?

CL: Ganz ohne Zweifel! Und weiterhin sorgen ihre Aufzeichnungen für Heiterkeitsausbrüche.

Ivy: Oh! (grummelt vor sich hin, lächelt dann jedoch herzlich) Das ist fein! Darf ich Ihnen jetzt eine Maske aus Grapefruitsaft und Mehl gegen ihre Falten um die Augen schmieren? Die hilft garantiert und macht sie vierzig Jahre jünger!

CL: Dann sähe ich aus wie zehn!?

Ivy: Ein Wundermittel!!

An dieser Stelle wusste ich nicht mehr, ob ich Ivy erwürgen oder mich vor lauter Lachen auf dem Boden wälzen sollte! Genau so geht es wohl den meisten Menschen, die mit ihr zu tun haben.
Ivy und ich tranken noch unseren Tee aus und verabschiedeten uns ohne ein Wort voneinander. Sie hopste frohgemut von dannen, ich überlegte, ob ich ins Bett gehen sollte. Schließlich war ich gerade sehr, sehr müde.


Dieses Interview ist nur entstanden, weil es eine Aufgabe in der Book Whisper Challenge im September war.

Montag, 28. September 2015

Hirnzellen im Hinterhalt (Miles & Niles 1) - Jory John, Mac Barnett, Kevin Cornell



Hardcover, Humor, Kinder ab 10 Jahren



'Hirnzellen im Hinterhalt' ist ein sehr unterhaltsames Buch, ganz ohne Zweifel. Der Humor ist durchaus tiefsinnig und lebt auch von Wiederholungen. Das ist sicherlich sehr schön für Kinder, aber auch die Eltern haben hier was davon, finde ich. Statt plumpen Slapstick a la 'Die Knilche von der letzten Bank' wird hier der Schulstreich fast zu einer Wissenschaft. Und nein, es soll hier keine moralische Betrachtung geben.
So weit so gut, auch, was die Protagonisten betrifft, die einen überzeichneten Schema entsprechen und gerade deswegen einfach funktionieren und Spaß machen. Die Unsympathischen sind unsympathisch, die Sympathischen sind sympathischen. Das verändert sich durchaus im Laufe der Geschichte, bleibt aber stimmig.

Warum ich aber diese Art von Büchern mag, hat auch was mit den Illustrationen zu tun. Und die haben mich hier nicht überzeugt. Natürlich stellen sie den Text dar, in den sie auch gut eingebettet sind. Auch fehlt hier ein gewisser Wiedererkennungswert, der die Illustrationen in anderen Büchern charmant macht. Auch gibt es in 'Hirnzellen im Hinterhalt' wenig bis gar nichts zu entdecken, wenig KLeinigkeiten oder kleine Gags.

Nimmt man den Text - sehr interessant, auch was die stilistischen Mittel betrifft - und die Illustration - eher nicht überzeugend, so erhält man ein durchaus gutes Kinderbuch im Stile von Gregs Tagebuch, dem es aber meiner Meinung nach an dem gewissen Extras fehlt. Wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass Jungen ab 10 Jahren (oder schon früher) einfach Spaß daran haben und vielleicht richtig Lust bekommen, den einen oder anderen Streich zu entwickeln - und natürlich nicht auszuprobieren ;)

Richtig gut gefallen hat mir allerdings die Sache mit den Kühen, die immer und überall auftauchen und damit ein wunderbarer running gag sind. Das macht das Buch dann doch sehr besonders.

Fazit?
Durchaus empfehlenswert!

Das erste Abenteuer von Miles & Niles ist bei cbt erschienen.

Wer Spaß an diese Art von Büchern hat, wird auch sicherlich dieses Buch aus dem gleichen Verlag mögen:

Little Miss Ivy - Caleb Krisp



Leseexemplar, Kinderbuch ab 10 Jahren



Ivy Pocket ist anders - und bietet so herrliche Unterhaltung!
Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.

Sicherlich gibt es eine allgemeingültige Sichtweise auf Dinge und Geschehnisse, aber manchmal bleibt genug Spielraum, um etwas ganz anders zu sehen. Und so ist Ivy, sie sieht alles irgendwie anders. Und macht deshalb Mut, besonders Kindern, denke ich, die Welt auch mal aus einer anderen Warte zu sehen und gespannt zu sein, was dabei raus kommt. Der Fantasy-Anteil hält sich dabei in akzeptablen Grenzen, finde ich.
Denn wichtiger als Geister und Parallelwelten ist hier die Interpretation des Mädchens. Da wird eine Morddrohung schnell zur unterhaltsamen Marotte eines im Grunde wohlgesinnten Menschen, ein Anschlag zu einem Freundschaftsdienst und das Leben im Allgemeinen rosarot. Dabei bedient sich Caleb Krisp eines Humors, der mich einfach nur begeistert hat. Hintersinnig, doppeldeutig, ironisch, aber immer liebevoll im Umgang mit der Protagonistin und all derer, die ihr Bestes wollen. So ist Ivy, würde man sie persönlich kennen, sicherlich eine Nervensäge, aber als Romanfigur einfach nur bezaubernd und herzerfrischend. Dazu kommt noch, dass ich mit ihr begangt habe (wo sie es selbst natürlich nicht tat) und mich an ihren Erfolgen gefreut habe. Ein Mädchen, das an einfach liebgewinnen muss und das man unterstützen möchte. Das arme Mädchen *seufz*

Aber mit welcher Chuzpe stürzt sie sich von einer Gefahr in die nächste!

Neben der spannende Handlung ist 'Little Miss Ivy' aber auch ein Buch, das sehr schön psychologische Ansätze zeigt. Was wird aus einem Kind, das die Familie verliert? Wie kommt es zurecht? Es schafft sich seine eigene Realität, in dem die Eltern natürlich nicht tot sind, sondern Forscher, Künstler in anderen Ländern, Abenteurer, die ihr Kind mit auf Reise genommen haben. Diese überbordene Phantasie wirkt manchmal verzweifelt, immer aber nachvollziehbar und Ivy relativiert den Unrealismus durch Selbstironie und großer Liebe zu den Personen, die sie dafür für Wert erachtet. So verzeiht sie großherzig, vertraut uneingeschränkt und bleibt trotzallem ein wundervoll naives Kind. Das versöhnt ein wenig mit den Härten des Lebens.

'Little Miss Ivy' ist ein Kinderbuch, das mir sehr viel Freude gemacht hat, weil es an meine kindliche Seite appeliert und mich staunen ließ.
Caleb Krisp versteht es geradezu virtuos, aus Sprache, Charaktere und Handlung ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das mich rundum begeistert. Das Buch liest sich wunderbar leicht und das Kopfkino lief auf Hochtouren. Es macht einfach Spaß, sich in Ivys Welt zu begeben.

Fazit?
Davon will ich mehr!

'Little Miss Ivy' ist bei cbj erschienen.

Samstag, 26. September 2015

Neuzugänge 39. KW

Muss ich mich schämen?
Nein, muss ich nicht.

Allerdings sollte ich jetzt nicht meine Zeit vor dem PC verbringen, sondern lesen, lesen, lesen - denn es waren tatsächlich fünf neue Bücher (und eine tolle Überraschung) und ein Hörbuch, die diese Woche bei mir eingezogen sind.
Außerdem habe ich meinen 'Planerfrieden' (ein dämliches Wort) gefunden. Dazu gibt es am Ende eine kleinere Plauderei.

Nun aber zu den Büchern:



Ja, ich war einkaufen und da war dieser Bücherschrank, in dem bislang eigentlich nur Bücher, die ich letztes Jahr in meinem Praktikum pauschal weggeworfen habe, tatsächlich auch mal 'aktuellere' Bücher. Und 'Numbers' stand schon mal auf meiner Wunschliste. Für umsonst gab es da auch keine Diskussion.



Dieses Buch hat mich echt Nerven gekostet. Als ich es bekommen konnte, wollte ich es nicht, als Hörbuch habe ich es nicht bekommen, dann wurde auch das Buch verweigert, dann aber doch los geschickt. Tja, und jetzt ist es bei mir - wehe, es ist nicht gut.



Wieder mal ein Buch, das meinem momentanen Beuteschema entspricht - an dem sollte ich mal arbeiten!



Die Rock-War-Reihe!
Tja, der erste Teil (Unter Strom) hat mich ja schon begeistert, umso gespannter bin ich auf den zweiten Teil.

Den absoluten Vogel hat diese Woche aber der nette Mensch vom Blanvalet-Verlag abgeschossen - entschuldigt diesen Spruch.
Vor Monaten habe ich rumgeheult, wie gerne ich doch mal ein Goodie von einem Verlag bekommen würde. Und wie sehr ich doch Tassen mag. Und überhaupt, nie kriege ich mal was geschenkt (äh, ja, manchmal bin ich ein wenig kindisch!).
Natürlich hat niemand reagiert, war ja klar.

Doch dann bewarb ich mich für dieses Buch:



Warum und weshalb, darauf gehe ich in meiner Rezension ein, denn so lustig ist das nicht.
Das Buch kam allerdings in einem Karton, so einem richtigen. Was mich schon ziemlich irritiert hat.

Nein, ich habe nicht gekreischt. Nein, ich war stumm vor Staunen.
Denn in dem Karton war dieser Becher:


Ist die nicht toll!?
Meine Güte, ich habe mich so gefreut - und natürlich gleich Tee gekocht! Ich liiiiiiiieeeeebe diesen Becher-To-Go!
Dazu gab es noch ein paar Leseproben und zwei Lesezeichen, ein samtiges und das Lesezeichen zu dem Buch 'Ismaels Orangen', das ich richtig niedlich finde. Es war also ein richtiges Überraschungspaket, das mich richtig glücklich gemacht hat, auch, weil es so viel zu entdecken gab. Und nicht 'nur' ein Buch über das Sparen enthielt. Weil das Leben manchmal schon hart genug ist.

So, das war also meine Bücherwoche, allerdings gibt es noch ein neues Buch in meinem Leben - und das ist richtig cool!
Denn ich habe während der letzten Monate festgestellt, dass ich einfach ein Buch-Typ bin und mir Ringbücher, egal welcher Coleur, eher unsympatisch sind. Und so dachte ich mir ja, ich wolle ein 'Buch der Bücher' im Stil eines Bullet Journals (gebt das einfach bei youtube ein, da werdet ihr geholfen ;) ) führen. Dann habe ich allerdings festgestellt, dass es mir viel mehr Spaß macht, einfach mal wieder über alles zu schreiben, was mir so in den Kopf kommt. Und zwar nicht am PC, sondern so mit Stift und Papier. Natürlich gibt es auch Bücherlisten und so, aber für mich steht jetzt schon fest, dass es hauptsächlich um mich und meine Gedanken geht. Also kein Bullet Journal, sondern ein Journal, oder Tagebuch, oder einfach ein Notizbuch, in das ich schreibe, male, klebe, was ich will. Alles ist erlaubt - das ist Freiheit. Starten wollte ich damit offiziell im Oktober, aber ich konnte mich nicht so lange zurückhalten. Und weil ich dieses 'Heft' dafür nehme:



brauchte ich auch eine Hülle.
Vielleicht nähe ich mir mal eine, momentan benutze ich eine normale Buchhülle. Das funktioniert super und hat mich nichts gekostet, weil ich alles da hatte. Die Hüllen von Hobonichi sind natürlich klasse, aber nun, ich sag nur 'Kakebo'.

Schreiben ist toll, einfach für sich selbst und so, wie man möchte. Bunt und kreuz und quer. Was das mit 'Planerfrieden' zu tun hat?
Ich denke, mit meinem A5 Schülerkalender und dem A5 Notizbuch habe ich alles, was ich brauche. In das Notizbuch habe ich eine Monatsübersicht gemalt, die fehlte mir einfach im Kalender. Und ja, es wiederholt sich. Aber das ist nicht schlimm, weil es ja auch bedeutet, dass mich etwas beschäftigt. In den Kalender schreibe ich morgens, also rückwirkend zum vergangenen Tag, aber auch als Hilfe für den aktuellen Tag, in das Notizbuch immer, wenn mir dananch ist. Der Plan ist, dass ich es immer dabei habe, aber das sträubt sich noch etwas in mir. Vielleicht nehme ich dafür aber auch kleinere Hefte. Ich werde berichten.

Und zum guten Schluß (meine Güte, ist dieser Post lang - ist noch jemand da?):



Ja, als Hörbuch, weil ich doch mit Harry Potter durch bin und ich sooo neugierig bin. Hoffentlich ist das nicht zu intellektuell!

In diesem Sinne:
Allzeit gute Bücher und schreibt doch mal mit einem Stift in ein Buch!

Nicht ohne meine Schokolade - G. A. McKevett



Broschur, Krimi



In den 1990er Jahren gab es im Econ Taschenbuch Verlag eine Krimi-Reihe - ich behaupte das jetzt einfach mal, weil ich irgendwie keine Informationen bekomme. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen? Der Econ-Verlag scheint ja eher ein Sachbuch-Verlag zu sein.
Wie dem auch sei, es gibt reichlich Taschenbücher mit dem Econ Emblem drauf und sie alle sind Krimis - und irgendwie sind immer Frauen die Hauptdarsteller. Sei es als Putzfrau oder als Köchin oder, wie in diesem Fall, als Polizistin.

Auf wunderbar solide Art und Weise unterhalten diese Krimis, ohne großen Anspruch zu stellen. Die Protagonistinnen sind sympathisch und 'normal', haben interessante Berufe oder Hobbys und erleben meist irgendwelche Morde. Ganz im Stil von Miss Marple irgendwie. Sympathisch, unaufgeregt aber doch spannend.

'Nicht ohne meine Schokolade' ist da keine Ausnahme. Savannah Reid ist keine Modell-Polizistin, nein, sie ist eine normale Frau mit Gewichtsproblemen und Träumen.
Mir gefällt so etwas sehr gut, weil es mich so wenig beansprucht, sondern einfach entspannte Unterhaltung ist. Natürlich kann man davon nicht wer weiß wie begeistert sein, aber unterschätzt nicht den Wert von solider, schriftstellerischer Tätigkeit. Das ist einfcah gut für die Seele.

Fazit?
Ein nettes Buch.

Freitag, 25. September 2015

Was uns bleibt ist jetzt - Meg Wolitzer



Broschur, Jugendroman



Das Thema 'Jugendliche mit psychischen Problemen' scheint momentan im Trend zu liegen, denn 'Was uns bleibt ist jetzt' ist nicht das erste Buch, das ich in diesem Jahr zu diesem Thema lese. Vielleicht gab es ähnliche Bücher schon immer und ich gerate nur jetzt an sie, vielleicht folgt der literarische Trend aber auch dem, was gerade in der Gesellschaft geschieht. Zum einen denke ich, dass psychische Störungen imer häufiger auftreten, zum anderen gibt es eine Sensibilisierung in der Gesellschaft in Bezug auf solche Probleme. Was vor einigen Jahren noch als jugendliche Spinnerei bezeichnet wurde, als pubertäre Auswüchse, gewinnt zunehmend an Bedeutung und an Wert. Ob das sinnvoll ist, werde ich nicht beurteilen.

An 'Was uns bleibt ist jetzt' hat mir das Vorgehen sehr gut gefallen. So geht es nicht um eine stationäre Unterbringung, sondern um ein Stück Normalität (Internat) und ein bisschen Kuschelpädagogik. Dazu noch ein Hausmittel, nämlich Tagebuch schreiben. Ja, Meg Wolitzer zeigt zwar Probleme auf, wagt sich allerdings nicht an wirkliche Traumata ran, was ich nicht schlimm finde. So haben die fünf Jugendliche tatsächlich mehr oder weniger Schlimmes erlebt, aber für eine richtige Störung 'reicht' es dann doch nicht. Vielleicht ist es einfach mal gut zu sagen: ja, es geht dir schlecht, ja, es ist etwas Schlimmes passiert, aber du kannst damit umgehen, versuch es einfach! Deshalb funktioniert auch die Behandlungsweise, die ab und zu ein wenig sehr in das Phantastische abdriftet, jedenfalls für meinen Geschmack.

Dazu ist der Stil auch noch eher sehr simpel, bei einer Gruppe 17jähriger vielleicht angebracht, aber doch irgendwie nicht stimmig für mich. Aber es lässt sich gut lesen und ist spannend genug, um einen in seinen Bann zu ziehen. Zumal es auch eine nette Überraschung gibt.

Für mich ist 'Was uns bleibt ist jetzt' ein durchauas interessantes Buch, allerdings fehlt mir hier der tiefere Sinn. Will Meg Wolitzer über Probleme Jugendlicher schreibe? Will sie bewerten? Oder will sie ein wenig Fantasy in ein Modethema bringen? So ganz klar ist es mir nicht.

Fazit?
Ein nettes Jugendbuch, dem es mir allerdings an Tiefe fehlt. Oder an einer klaren Aussage und Stellungnahme. So ist es ein Buch, das gut unterhält.

Sonntag, 20. September 2015

Neuzugänge 38. KW

Huch, schon wieder eine Woche rum, und ja, es gab neue Bücher. Allerdings wieder kein Hörbuch, hm. Nun gut, gerade bin ich mitten in diesem Hörbuch:



Da hab ich noch ein bisschen was zu hören, und danach, nun, es sind ein paar 'in Arbeit'.

Ein Buch habe ich diese Woche bekommen, auf das ich seit etwa elf Monaten warte. Ja, es ist eine Fortsetzung. Nein, ich werde euch nicht zeigen, welches Buch das ist, denn ich werde es verlosen, demnächst. Hier. Unter euch! Bald.

Dann ist ein Buch angekommen, das ich auch schon rezensiert habe:



Wunderschön, das Buch.

Als drittes Buch landete dieses hier bei mir:



Sieht doch aus, als könnte ich damit richtig Spaß haben. Ja, die Tendenz geht momentan zu Jugendbüchern, am liebsten einfach nur witzig und leicht. Das Leben ist manchmal einfach zu schwierig, um auch noch schwierige Bücher zu lesen. Wobei, ich habe ja noch das 'geheimnisvolle' Buch, das natürlich nicht schwierig ist, aber da muss ich mich konzentrieren, und überhaupt.

Heute lese ich aber dieses Buch (liest sich immer witzig, oder?):



Denn nur, weil ich bei der Book Whisper Challenge auch diesen Monat keinen Blumentopf gewinnen werde (nein, es gibt natürlich auch keine Blumentöpfe sondern Punkte, aber das ist jetzt auch schon egal), will ich wenigstens bei der Verstaubte Bücher Challenge etwas 'abliefern'. Und bevor ich mich in den Jugendwahn stürze, gibt es ersteinmal dieses uralte Buch.

Gehabt euch wohl und allzeit gute Bücher!